Januar 25

Wohnungssuche! Eins der letzten Abenteuer unserer Zeit

Jeder kennt diese Berichte von Familien die eine Wohnung suchen und von Besichtigung zur Besichtigung eilen, nur um unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Sehr oft liegt es daran, das viele Vermieter eher ein Haustier akzeptieren als Kinder. Die Ausreden sind in diesen Fällen mannigfaltig. Die Wohnung hat doch nur ein Kinderzimmer. Das ist doch zu wenig. Was ist, sollte noch ein Kind dazu kommen? Dann bräuchte man ja wieder eine größere Wohnung. Außerdem hätten wir doch lieber ein Ehepaar mittleren Alters, wenn möglich beide berufstätig. Wahrscheinlich würde man sich in dem Haus ja auch nicht wohlfühlen, da dort ja nur ältere wohnen. Ja, warum wird das nicht gleich in der Anzeige geschrieben das man Kinder nicht mag und eine 80 qm Wohnung lieber an Kinderlose vermieten will?

Wer aber nun denkt, das ältere Menschen es leichter haben eine Wohnung zu bekommen der irrt gewaltig. Ich kenne es aus eigener leidvoller Erfahrung. Seit Monaten suche ich schon vergebens eine Wohnung. Doch entweder sind die Mieten so hoch, dass man da eigentlich goldene Wasserhähne erwarten dürfte. Andererseits denken manche Vermieter das eine 32 qm Wohnung in der 3. Etage ohne Aufzug ideal wäre für Menschen die kurz vor der Rente stehen. Weil jeder locker flockig Treppen steigen kann. Je älter man wird, desto leichter fällt es doch oder? Hat man dann auch noch so hochtrabende Forderungen wie einen kleinen Balkon ist das Unverständnis meist groß.

Auch die Ansprüche die Vermieter an ihre neuen Mieter stellen sind, zumindest fragwürdig. Ich habe potentielle Vermieter kennengelernt, die allen Ernstes Auskunft darüber haben wollten, wie oft ich Besuch erhalte. Schließlich wäre es ein ruhiges Haus und wenn dann oft Besuch kommt, vielleicht sogar noch von Kindern oder Enkeln wäre der Hausfrieden gestört. Das möchte ich natürlich niemanden zumuten. Kinderlachen in einem Mietshaus wo gibt es denn sowas?

Über die Ausstattungen der Wohnungen bin ich teilweise entsetzt. Nichts ist dagegen zu sagen, dass man eine Wohnung renovieren muss bevor man einziehen kann. Darunter verstehe ich Wände tapezieren oder streichen und eventuell den Fußboden selbst auslegen. Es gibt da allerdings Vermieter die Renovierung und Sanierung verwechseln. Da schließen Fenster und oder Türen nicht richtig, da sind fingerbreite Risse in Decken und Wände oder da sitzt der Schimmel in jeder Ecke der Wohnung. Aber diese „kleinen Schönheitsreparaturen“ kann doch jeder Mieter leicht selbst bewältigen. Oft sind diese Vermieter noch unverschämt genug und verlangen dann tatsächlich noch eine Kaution.

Fazit: Jeder der keine neue Wohnung sucht oder sich dabei soviel Zeit lassen kann wie er will hat noch Glück. Aber ich will nicht nur meckern. Irgendwo tief in meinem innersten bin ich überzeugt, das es noch vertrauenswürdige und menschliche Vermieter gibt. Sollte ich ihn finden, werde ich Euch sofort darüber berichten. Nun muss ich aber wieder Zeitungen und das Internet durchforsten bevor die eine Wohnung die passen würde wieder weg ist.

Januar 18

Björn Höcke – Reinkarnation Goebbels?

 

Eine Rede empört Deutschland. Björn Höcke AfD Vorsitzender im Thüringer Landtag hielt sie am 17.01.2017 in Dresden. Eine Hetzrede, die eines Goebbels >würdig< wahr. Hetzerisch und reißerisch. Es scheint als habe er vor dem Spiegel die Gestik des Propagandaministers Joseph Goebbels geprobt. Selbst die Rhetorik erinnert an den engsten Vertrauten Hitlers. Auch altersmäßig sind sich die beiden Hetzer ähnlich. Höcke ist 44, Goebbels war bei seiner Rede im Sportpalast 46. Es muss jeden der diese Rede hörte gruseln. Nur die Zahl derer, die Höckes Rede hörten, unterschied sich von der Goebbels. Höcke kam auf ca. 500 während Goebbels 1943 im Sportpalast 14.000 zuhörten. Von ihren fanatischen Anhängern bekamen beide, frenetischen Applaus. Nachfolgend einige Sätze aus der Hetzrede von B. Höcke

  • „Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in seine Hauptstadt pflanzt“, sagte der AfD-Mann. Er meinte damit das Holocaust-Mahnmal in der Mitte von Berlin.
  • „Unsere einst hochgeschätzte Kultur“ drohe unterzugehen, sagte Höcke. Die AfD sei dagegen „die letzte friedliche Chance für unser Vaterland“.Es weist seinen Wählern und der AfD einen langen und entbehrungsreichen Weg. Der aber sein müsse für einen >vollständigen Sieg< der AfD. Dieser erinnert in der Art an Goebbels >wollt ihr den totalen Krieg<
  • Den Angriff auf Dresden im Herbst 1944, sieht er als ein Kriegsverbrechen an und nicht als ein Resultat jahrelanger Provokation von Seiten der Deutschen.

Wer nicht spätestens jetzt sieht, dass die AfD Heim ins Reich von 1933 bis 1945 will, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Als neue Preußen will Höcke uns. Die Deutsche Geschichte neu schreiben will er. Was heißt das? Sollen wir die Geschichtsbücher verbrennen und die Neuen so schreiben, das es zu seinem Weltbild passt? Wen oder was will er da verleugnen?

Wenn ich mir vorstelle, dass so einer jahrelang unsere Jugend in Schulen unterrichtet hat, wird mir übel.

Mittlerweile macht er das, was die AfD Mitglieder machen sollten sie mal wieder daneben gegriffen haben in ihren Äußerungen. Er rudert zurück. Alle die nicht zu den Anhängern der AfD zählen haben ihn, natürlich wieder falsch verstanden. Aber es gibt Dinge die kann selbst er nicht mehr schön reden. Aber das sind wir ja gewohnt. Wenn AfD Politiker von ihrem dummen Geschwätz von gestern nichts mehr wissen wollen, sind sie mit der Maus ausgerutscht oder ein Praktikant hatte schuld. Also bei solchen Ausreden würde ich sagen, sollten sie noch mal zur Schule gehen. Denn jeder Erstklässler hat bessere Ausreden parat, sollte er beim Mogeln erwischt werden.

Spätestens nach dieser Rede wird es Zeit, dass die Regierung was unternimmt. Doch nicht sie alleine steht in der Verantwortung, alle etablierten Parteien müssen ihre Streitigkeiten auf Kindergartenniveau sofort unterlassen und gemeinsam gegen die AfD vorgehen. Sie müssen Vertrauen neu aufbauen um auf diese Weise wenigstens die wieder zurück gewinnen können, die nur aus Protest zur AfD abgewandert sind.

Das Gruselkabinett AfD muss geschlossen werden. So was hatten wir schon und wollen es nie wieder.

 

 

Januar 12

Strafen in Deutschland

Nahezu täglich hören oder lesen wir von Verbrechen in Deutschland. Diebstahl, Raub, Körperverletzung und auch Mord. Als wären diese Verbrechen nicht schlimm genug, müssen wir uns auch sehr oft über die laschen Strafen ärgern die über die Täter verhängt werden.

Natürlich müssen die Gerichte sich nach dem Strafgesetzbuch richten und das ist sehr kompliziert. Auch müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden. Das alles mag richtig und gut durchdacht sein doch es gibt einfach Straftaten, die nach der höchstmöglichen Bestrafung verlangen. Aber in Deutschland wird in vielen Fällen das unterste Strafmaß angesetzt. Leider wird sehr oft, durch taktieren eines guten Anwaltes, der Täter zum Opfer gemacht.

Viele wollen höhere Strafe und fordern deswegen strengere Gesetze. Meiner Meinung nach reichen die vom Gesetzgeber ausgearbeiteten Strafen völlig aus. Sie sollten nur öfter mal ausgesprochen werden. Die sogenannten Bewährungsstrafen verfehlen schlicht ihr Ziel. Er erinnert mich an den berühmten Spruch „Ich zähle bis drei“ mit dem Eltern ihre Kinder erziehen wollen. Er bewirkt auch nichts falls nach drei einfach weitergezählt wird.

Generell sind Bewährungsstrafen nicht verkehrt. Aber sie dürfen auch nur als Bewährung angesehen werden. Man sollte sie allerdings mit mehr Fingerspitzengefühl aussprechen. Während sie bei einfachem Diebstahl noch vertretbar sind, werden sie bei Gewaltverbrechen zum Hohn und sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer und deren Angehörigen. In solchen Fällen sind Bewährungsstrafen eine Frechheit. Bei Totschlag, Mord, Körperverletzung oder Vergewaltigung muss die Strafe so ausgelegt sein, dass sie das Wort verdient und vielleicht abschreckend wirkt. Nutzt jemand diese nicht, darf er beim nächsten Vergehen nicht wieder eine Bewährung bekommen. Unabhängig davon ob die erneute Tat die gleiche war wie die erste.

Wie erklärt man Kindern, die missbraucht wurden, das der Täter nicht ins Gefängnis kommt, sondern nach einem Klaps auf die Finger und der Aufforderung es nie wieder zu tun, in Freiheit bleibt.
Wie soll man einem Angehörigen sagen, der ein Familienmitglied durch einen Mord verloren hat? Denn die Familie muss ihr ganzen Leben unter dieser Tat leiden. Die Täter bekommen, wenn überhaupt, lebenslänglich.
Was soll man jemanden sagen, der zusammengeschlagen wurde und dadurch vielleicht an den Rollstuhl gefesselt bleibt?
Wie soll sich eine Frau fühlen die Vergewaltigt wurde, wenn vor Gericht wichtig ist mit wie vielen Männern sie schon geschlafen hat, wie eng ihr Oberteil oder wie kurz ihr Rock war, während der Vergewaltiger lässig auf der Anklagebank sitzt.
Selbst die Strafe >lebenslänglich<, sollte sie denn mal ausgesprochen werden, hält nicht was sie verspricht. Lebenslang sollte auch Lebenslang sein und nicht spätestens nach 15 Jahren enden.

Viel zu oft wird die „schlimme Kindheit“ der Täter zum Anlass genommen milde walten zu lassen. Sorry, es gibt viele Menschen deren Kindheit alles andere als glücklich verlief. Die wenigsten werden deswegen zu Gewalttätern. Auch die sogenannten >Killerspiele< sind für mich keine Entschuldigung. Ersten gab es diese früher auch nicht, Mord und Totschlag dafür schon immer. Zweitens spielen unglaublich viele diese Spiele und kaum einer von ihnen wird zum Amokläufer.

Hören wir auf immer und immer wieder nach Entschuldigungen zu suchen und die Gerichte sollen nicht die Täter als Opfer hinstellen die von einer >bösen< Gesellschaft zu ihren Taten getrieben wurden. Sehr gerne wird von den Anwälten vorgebracht, dass der Täter krank sei. Ich denke darin sind wir uns alle einig. Einer der im Kopf gesund ist begeht keine Gewalttat. Aber das ist kein Grund diese Person wieder auf die Gesellschaft los zulassen. Sollte jemand so krank sein, das er nicht anders handeln konnte, gehört er in eine geschlossene psychiatrische Klinik, die ihn behandeln kann. Falls er oder sie die Krankheit tatsächlich ausgestanden hat muss er danach seine eigentliche Gefängnisstrafe verbüßen. Kein Täter kann etwas dazu das er krank ist, die Opfer aber noch weniger.

Januar 10

Das Internet – Rechtsfreier Raum oder Meinungsfreiheit?

Die Nutzer von Facebook erleben es täglich. Da werden Kommentare unter Meinungsfreiheit getarnt gepostet und entpuppen sich als Hass- und Gewaltbotschaften. Gewissenlose Individuen vermehren sich täglich um ein vielfaches. Sie bedrohen und beleidigen alle, die nicht ihr Weltbild teilen. Ein ähnliches Thema hatte ich vor einiger Zeit schon einmal. Dort waren dann so Beschimpfungen wie >Gutmensch<, >Bahnhofsklatscher<  und „Teddywerfer an der Tagesordnung. Nun hat es allerdings Auswüchse angenommen, die alles dagewesene sprengen. Das kann man anhand der Kommentare die zur Zeit kursieren feststellen. Egal was man von der jetzigen Regierung hält, Aufrufe gegen Kanzlerin Merkel wie:

  • steinigt die alte
  • hoffentlich f…. die mal einer Tod
  • Benzin drüber anzünden und gut ist

sind nur die Spitze eines Eisberges und nicht hinnehmbar.

Doch nicht nur Politiker werden beschimpft und bedroht, was der folgende Kommentar eines gestörten zeigt.

Hass-Posting auf Facebook: Trotz Beschwerden von Nutzern nicht gelöscht

 

Da werden Bilder gepostet auf denen die Zufahrt zu einem KZ gezeigt werden und darüber steht:

„Liebe Flüchtlinge: Sie sind am Ziel. Da hinten gibt es Hartz IV.“

So dumm und ekelerregend. Das bezeichnen einige verwirrte dann als Meinungsfreiheit und treten diesen Begriff gleichzeitig in den Dreck. Sie sitzen beim Schreiben anonym in ihren Wohnungen und fühlen sich stark. Damit es nicht falsch verstanden wird, es gibt viele Kommentare in Facebook oder in anderen Medien mit denen ich persönlich nicht übereinstimme. Das ist auch gut so. Denn ein Land in dem alle einer Meinung sind, wäre wohl nicht das, was Demokratie bedeutet. Aber wie heißt es so schön? Der Ton macht die Musik. Wie kann man nun vorgehen, gegen diese Lawine aus asozial verbalen Müll? Einfach ignorieren wäre wohl der falsche Weg. Das würde heißen, diesen moralisch verkommenen Personen dass Feld zu überlassen. Ihnen eine zu große Plattform zu bieten würde sich ähnlich auswirken. Also was tun?

Nun wäre es das einfachste, die Verantwortung auf die Betreiber der Plattform Facebook zu schieben. Doch zunächst ist jeder für sein Handeln selbst verantwortlich. Allerdings sollte sich das Team um Marc Zuckerberg doch mal Gedanken machen, wie sie das Löschen solcher Kommentare bearbeiten. Die meisten werden nicht gelöscht, da sie:

>Nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen<

Aufruf zu Mord und Gewalt verstoßen allerdings sehr wohl gegen Gemeinschaftsstandards. Auch gegen die von Facebook. Es ist natürlich so, dass die Meinungsfreiheit in Amerika eine andere ist als bei uns in Deutschland und dennoch besteht eine Verantwortung gegenüber allen Usern in der Welt. Aufrufe zu Gewalttaten können und dürfen nicht ungestraft bleiben, ungelöscht schon mal gar nicht. Jeder hat das Recht auf seine Meinung und sie darf nicht damit beantwortet werden das der – oder diejenige Angst um Leib und Leben oder auch um sein/ihr Seelenheil haben muss. Mittlerweile gibt es sogar Familien die sich eine andere Wohnung nehmen mussten, da man sie zuhause bedroht.

Ermutigend sind dann die, wenn auch noch zu wenigen und meiner Meinung nach zu milde ausfallenden, bisherigen Urteile.

 

Hass­kommentare Special

Quelle: https://www.test.de

Die Nutzer von Facebook sollten weiterhin jeden Kommentar der Hass und Gewalt predigt melden und /oder zur Anzeige bringen. Hilfreich ist da die sogenannte Internetwache. Einfach im Adressfeld Ihres Browsers eingeben. Diese Dinge werden sehr ernst genommen. Wir müssen alle dabei helfen, dass wir weiterhin unsere Meinung sagen und schreiben können ohne Angst haben zu müssen vor einem Haufen schwachsinniger.

Dezember 22

Die Medien von Funk, TV, Zeitung und Internet

 

Jeden Tag berichten darüber sie darüber, was in der Welt und in unserem Land vorgeht. Die Medien. Wir hören und lesen Nachrichten, die sie uns übermitteln. Manche von uns lesen die Schlagzeilen und gestalten sich den Bericht darunter wie er ihrem Weltbild entspricht. Wieder andere lesen den Beitrag teilweise und formulieren den Rest selbst. Nur wenige lesen die Artikel bis zum Ende und versuchen zu verstehen was sie bedeuten. Genau so verfahren wir mit den Nachrichten aus Funk und Fernsehen.

Um das gleich klar zu stellen, es gibt durchaus Medien, die nach bestem Wissen und Gewissen berichten. Doch leider gibt es davon nur noch wenige. Die meisten berichten Sensationslüstern. Je dramatischer und blutrünstiger die Überschrift, umso mehr Leser oder Zuhörer. Da werden Videos, die von Laien bei einer Tragödie aufgenommen wurden, ungeschnitten ins Netz gestellt oder im TV verbreitet. Auch die Mitarbeiter einiger Sender, die vor Ort sind, scheuen sich nicht, ihre Kameras ein ums andere Mal auf Opfer zu richten. Dramatisch wird auch noch gezoomt was die Kamera hergibt.

Was bei dieser Art der Berichterstattung meist zu kurz kommt, sind die Fakten.

Die sogenannten Online Zeitungen sind besonders reißerisch, und als wäre das nicht schon schlimm genug, besitzen sie eine Doppelmoral die ihresgleichen sucht.

Erst wird eine fette Überschrift geschrieben, die gelesen und sofort von vielen kommentiert wird. Wen interessieren schon Fakten. Die Kommentare die unter diesen Schlagzeilen stehen, lassen meist sofort erkennen was für eine Klientel da ihre „Meinung“ kundtut. Mit so viel Hass und Brutalität geschrieben, dass einem die Haare zu Berge stehen. Oft fehlen einem einfach die Worte. Doch dann geschieht das, was ich mit der Doppelmoral meine. Dieselbe Zeitung, die gerade noch diese Überschrift gedruckt hat, empört sich nun über die Schreiber der Kommentare und wirft ihnen vor Unmenschlich und Gefühllos zu sein. Das ist dann wieder eine neue Schlagzeile. Letztendlich schreiben sich derartige Zeitungen fast von selbst. Es braucht nur eine einzige Überschrift, die nächste ergibt sich aus den Kommentaren der Leser.

Nun ist es natürlich nicht die Aufgabe der Medien, Menschen zu erziehen, und jeder ist letztlich selbst verantwortlich für das, was er sagt oder schreibt. Aber, die Medien dürfen nicht die sein, die immer und immer wieder Öl ins Feuer gießen nur um ihre Auflagen zu steigern. Das grenzt meiner Meinung nach an Fahrlässigkeit. Die Wahrheitsfindung scheint nicht mehr so wichtig.

Das Mediengeschäft ist sicher hart, der Konkurrenzkampf teilweise gnadenlos. Doch das darf kein Argument sein für die Art wie die Medien mit ihren Konsumenten spielen. Mit ihren Ängsten und ihrer Verunsicherung. Guter Journalismus wird nur noch selten praktiziert und geht in der Masse leider oft unter. Das was wir Leben nennen dreht sich immer schneller. Kurzinfos sind das, was die Fakten ersetzen soll. Was dabei auf der Strecke bleibt ist die Möglichkeit hinter die Ereignisse zu blicken und damit auch auf die Wahrheit. Was zuletzt verloren geht ist die Pietät, der Anstand und das Mitgefühl.

Dezember 17

Teure Schule

Dieser Tage waren meine Enkeltöchter bei mir und wir unterhielten uns über die Schule. Die eine ist in ihrem letzten Jahr an der Schule, die andere macht ihr Abitur. So weit so gut. Was ich aber im Laufe dieses Gespräches zu hören bekam, verschlug mir fast den Atem.

Das fängt an beim Kauf eines Blockes oder Heftes. Eigentlich eine einfache Sache meinen Sie?!?! Weit gefehlt. Allein über die Art dieser Blöcke ist sich der Lehrkörper nicht einig. Der eine will unliniert ohne Rand, der andere rautiert mit Rand und wieder ein anderer liniert ohne Rand aber gelocht. Außerdem verbieten viele Lehrkräfte mittlerweile, dass auf vorder- und Rückseite geschrieben werden darf. Aus reinen Schönheitszwecken wohlgemerkt. In der nächsten Stunde wird dann wahrscheinlich über den Klimawandel gesprochen, und dass man mit den Rohstoffen der Welt sorgsamer umgehen sollte.

Das gleiche gilt für Schulbücher. Ich kenne es noch, dass Schulbücher weitergegeben wurden. Eigentlich doch nicht verkehrt. Schließlich ändert sich in der Mathematik ja nichts daran, dass 1 + 1 = 2 ist oder hat sich da seid meiner Schulzeit was geändert? Auch das Datum der Schlacht von Waterloo war und bleibt der 18. Juni 1815. Egal in welchem Buch man nachliest. Die jüngeren Geschwister haben früher die Bücher der älteren Geschwister bekommen und, man glaubt es kaum, daraus gelernt. Heute wird teilweise in Schulbüchern geschrieben und anstatt mit ihnen, in ihnen gearbeitet.

Was noch schlimmer ist, dass Bücher gekauft werden müssen, die dann nicht einmal benutzt werden. Das ist nicht nur aus ökonomischen und ökologischen Gründen unhaltbar sondern auch eine Frechheit gegenüber den Eltern die diese Bücher bezahlen müssen. Die meist sehr teuren Bücher werden nicht selten am Ende des Schuljahres völlig ungenutzt in einen Karton auf den Speicher oder den Keller verbracht. Eigentlich kann man sie auch gleich entsorgen. Für das jüngere Geschwisterkind werden sie nicht gebraucht, da dessen Lehrkörper wieder andere Bücher favorisiert. Dass von Bundesland zu Bundesland verschiedene Bücher benutzt werden, kann man mit viel gutem Willen ja noch akzeptieren. Dass diese Praxis innerhalb einer Stadt und ein und derselben Schulform Anwendung findet, erinnert allerdings stark an einen Schildbürgerstreich.

Meine Enkelin, die das Abitur macht, braucht einen speziellen Taschenrechner. Dieser ist ein Hightech Computer und hat mit den Taschenrechnern, die einige von uns kennen, so viel gemein wie ein Smartphone mit einem Telegrafen. Dementsprechend ist auch der Preis. Bekommt man einen Taschenrechner schon für ein paar Euro, kostet dieses gute Stück satte 120 Euro. Bei mehr als einem Kind das zur Schule geht kommen so schnell einige hundert Euro zusammen.

Dem Schulbuch gebührt ist im Zeitalter des Internets generell nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie früher. Vielmehr sollten die Schulen heutzutage besser mit Modernen Computern ausgestattet werden. Und zwar so, dass nicht ein halbes Dutzend ausrangierter PC’s  für die ganze Schule reichen müssen das jeder Schüler über einen eigenen verfügt. Es ist längst an der Zeit, dass an den Schulen der richtige Umgang mit dem Produkt, Computer sowie mit dem Medium Internet gelehrt wird. Zumal von den Schülern oft verlangt wird, ihre Hausaufgaben per E-Mail zu erledigen und zu versenden.

Natürlich plädiere ich nicht dafür, dass die Kinder und Jugendlichen aufhören sollen handschriftlich zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, ich finde es wichtig dass die Kultur des Schreibens wieder mehr in den Fokus geholt wird. Auch ich schreibe gerne noch Briefe oder Karten an meine Lieben. Am liebsten mit einem Füller der meinen Anforderungen entspricht. Auch ein richtiges Buch zum Feierabend ziehe ich dem Lesen eines EBooks vor. Das ist allerdings Geschmacksache. Und im Urlaub am Strand ist ein EBook sogar die bessere Variante.

Für mich ist die Umsetzung zum Modernen Unterricht an deutschen Schulen entweder halbherzig oder gar nicht umgesetzt worden. Am fehlenden Geld sollte es in einem der reichsten Länder der Welt doch wohl nicht scheitern. Investieren wir nicht letztlich auch in die Zukunft unserer Kinder damit.

Dezember 17

Schlechtes Gewissen weil wir Weihnachten feiern?

imagesQuelle Bild: Colourbox

In den letzten Tagen und Wochen hört man immer mal wieder Sprüche wie:

  • Hier trinken wir auf den Weihnachtsmärkten Glühwein und hören Weihnachtslieder. Woanders fliehen Menschen vor Krieg und Terror.
  • In Syrien sterben Menschen und in Deutschland freuen sich alle auf das Weihnachtsfest. Damit das Gewissen beruhigt wird spendet man noch schnell 10 Euro. In was für einer verkehrten Welt leben wir eigentlich?

Klingt wie:

  • In Afrika verhungern Menschen und du maulst weil du das Essen nicht magst und schmeißt den Joghurt weg nur weil er verschimmelt ist.

Das vorweg. Ich bin absolut und uneingeschränkt pro Flüchtlinge und finde den Krieg in Syrien, wie übrigens alle Kriege, abscheulich. Aber, kein Krieg wird dadurch beendet dass wir keine Weihnachtmärkte mehr besuchen oder gar auf Weihnachten verzichten. Und kein einziger Mensch in Afrika hungert weniger wenn wir etwas essen was wir nicht mögen oder mal einen verschimmelten Joghurt aufbewahren. Übrigens spenden die meisten Menschen nicht weil sie ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen sondern weil sie keine andere Möglichkeit haben zu helfen. Was am spenden schlecht sein soll entzieht sich generell meiner Kenntnis. Der eine spendet Geld für einen guten Zweck, ein anderer Essen für Obdachlose und wieder ein anderer spendet seine Zeit um zu helfen. Wer sind wir, zu entscheiden wer von denen nun der bessere Mensch ist?

Wenn wir uns nur dadurch identifizieren ein guter Mensch zu sein indem wir auf alle fröhlichen Feste verzichten dann sollten wir vielleicht ein bisschen weniger gut sein. Wo bitte sollen wir die Kraft hernehmen uns um die Flüchtlinge zu kümmern und für eine friedlichere, gerechtere Welt zu kämpfen wenn wir nicht auch mal Abstand nehmen dürfen von dem Grauen? Einfach mal nur wir sind?

In der Flüchtlingsunterkunft in der ich sechs Monate Ehrenamtlich gearbeitet habe gab es einen Seelsorger. Dieser sagte uns Helfern einmal folgendes:

„Helft wenn ihr hier seid. Aber wenn ihr nach Hause geht kümmert euch um eure Familien um eure Freunde und vor allem um E U C H selbst. Lebt euer Leben, geht aus, feiert und lacht. Nur so könnt ihr diese Arbeit hier bewältigen. Es braucht eine gewisse Distanz um zu helfen. Keinem ist geholfen wenn ihr unter der Last zerbrecht.“ 

Diese Worte habe ich mir zu Herzen genommen. Er hatte damals Recht und er hat es heute noch. Da gibt es so unendlich viele Geschichten die mir Flüchtlinge erzählt haben, von denen ich gehört oder gelesen habe. Geschichten die mich weinen ließen, die mir mehr als nur eine schlaflose Nacht beschert haben.  Mit vielen, vielen anderen Freiwilligen kümmerte ich mich hauptsächlich um die Verpflegung der Flüchtlinge. Teilweise waren es täglich 12 Stunden und mehr.

Diese sechs Monate dort haben mich verändert. Wie sollten sie auch nicht. Man wächst über sich hinaus, man schafft Dinge die vorher unbezwingbar schienen. Man lernt Menschen kennen die kommen um zu helfen. Einfach so. Und doch haben all diese Menschen auch noch ihr eigenes Leben, ihre eigenen Familien. Das ist etwas, das man nie vergessen sollte, ja, nicht vergessen darf.

Mir fallen in diesem Zusammenhang immer Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Rettungskräfte ein. Was diese Menschen an Leid sehen ist mehr als sie aushalten würden Wie sollten sie ihrer Arbeit noch nachgehen können, würden sie sich nicht irgendwo auch ein stück weit distanzieren. Nur und ausschließlich so kann man wirksam helfen ohne selbst zusammenzubrechen. Jeder sollte seine eigenen Grenzen ausloten. Aber bitte versucht nicht euch ein schlechtes Gewissen einzureden und lasst auch nicht zu, dass andere es tun. Das hat niemand verdient nur weil ihr/sie auch noch feiern und lachen. Sei es nun Geburtstag, Hochzeit oder Weihnachten. Das schlechte Gewissen sollten wir denen überlassen, die Bomben werfen, Waffen verkaufen, über Flüchtlinge und Minderheiten hetzen, Rassisten und Nazis. Denen fehlt ein solches allerdings völlig.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießen Sie diese Tage

 

Dezember 15

Die Abschiebung

34 Flüchtlinge wurden abgeschoben. In einem Flugzeug wurden sie von Deutschland zurück in ihre Heimat Kabul geflogen. Einige hundert Menschen waren zum Flughafen gekommen um gegen die Abschiebung zu demonstrieren. Natürlich ist es schlimm, Menschen zwangsweise in ein Land zurückzuschicken das ihnen wohl keine Heimat mehr ist. Die Gründe dafür sind wahrscheinlich so vielfältig wie die Menschen selbst. Die einen fliehen vor Krieg, Terror und Folter, die anderen vor Hunger und wieder andere fliehen um ein besseres Leben führen zu können. Alles verständliche Gründe die für jeden nachvollziehbar sind oder wenigstens sein sollten. Es steht für mich außer Frage, dass Menschen, die vor Krieg, Terror und Folter fliehen aufgenommen werden müssen. Sie brauchen unsere Hilfe. Sofort, ohne Wenn und Aber.

Hier bekommen sie Unterkunft, Verpflegung und Mittel für den täglichen Bedarf. Das ist humanitäre Hilfe und so muss es auch sein.

Nun gibt es leider auch Flüchtlinge, die diese Sicherheit die sie hier erleben dürfen nicht achten. Die unsere Gesetze nicht befolgen und die straffällig werden. So sind ein Drittel der jetzt abgeschobenen Flüchtlinge Straftäter die direkt aus der Haft abgeschoben wurden. Das sind ca. 11 Personen. Es geht um Raub, Diebstahl, Drogendelikte, Vergewaltigung und Totschlag. Keiner von ihnen wurde wegen des Diebstahls eines Kaugummis verurteilt.

In diesen Fällen sehe ich die Abschiebung als absolut gerechtfertigt an. Man kann nicht aus seiner Heimat fliehen, weil es dort nicht sicher ist und hier selbst Gewalttaten begehen. Nicht nur die Deutschen Bundesbürger sondern auch die Flüchtlinge, die sich nichts zuschulden lassen kommen, geraten durch diese Straftäter in Gefahr. Lieber zehn Flüchtlinge mehr einreisen lassen, die sich an die Gesetze halten und in Frieden leben wollen als einen der andere beraubt, vergewaltigt oder gar tötet. Warum die anderen Flüchtlinge abgeschoben wurden entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Wir sollten und müssen die Menschen aufnehmen, die zu uns fliehen weil sie um Leib und Leben fürchten müssen. Aber genau aus diesem Grund müssen wir auch diejenigen ablehnen oder ausweisen die ihrerseits Gewalt ausüben. In Deutschland haben wir 800.000 Asylbewerber. Das sind bei einer Einwohnerzahl von 80.000.000 gerade mal 1 Prozent. Eigentlich lächerlich für ein so reiches Land. Die Flüchtlingspolitik gehört auf den Prüfstand. Es muss noch besser kontrolliert werden. Zur Sicherheit unseres Landes aber auch für die Sicherheit der Flüchtlinge die leider oft unter Generalverdacht stehen.

Helfen wir denen die Hilfe dringend benötigen. Die zusammen mit uns in Frieden und Freiheit leben wollen. Integrieren wir sie und  lernen wir voneinander. Dazu müssen wir aber diejenigen, die das nicht wollen wieder zurückschicken. Es gibt keine Alternative.

Dezember 9

Mitgefühl und Menschlichkeit gegen Häme und Gefühlskälte

Oh du schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit. Da wird gebacken und gekocht. Da werden Geschenke liebevoll verpackt und Lichterketten strahlen mit Kinderaugen um die Wette. Weihnachtsmärkte sorgen für Vorfreude auf das Fest. Weihnachtslieder erklingen. Herzen werden aufgemacht und alle Menschen sind friedlich und freundlich gestimmt.

Soweit die Geschichte wie sie in vielen Filmen und Geschichten erzählt wird. Ja, es brennen Kerzen. Ja, da hört man Weihnachtslieder und ja, es wird gebacken, gekocht und Geschenke werden liebevoll verpackt. Nur das Gefühl, dass die Menschen friedlich und freundlich gestimmt sind, will sich bei mir dieses Jahr einfach nicht einstellen.

Woran mag das liegen?

Ein Grund sind sicherlich die Nachrichten, in denen wir über Hunger, Katastrophen und Kriege informiert werden. Schlechte Nachrichten erreichen uns aber doch täglich. Und auch die Weihnachtszeit hat nie etwas daran ändern können. Was also ist dieses Jahr anders?

Der Krieg in Syrien.

Die grauenvollen Bilder von zerstörten Städten, allen voran Aleppo. Das Leid der Menschen, die vor dem Krieg zu uns flüchten. Dadurch sind wir Deutschen so nah am Weltgeschehen wie lange nicht mehr. Wir spüren die Auswirkungen direkt. Wir werden aufgefordert persönlich Stellung zu beziehen. Irgendwie.

Der Umgang mit diesen schrecklichen Nachrichten ist dadurch ein anderer geworden. Viele Menschen sind  gegenüber dem Leid der Flüchtlinge unglaublich zynisch und kaltherzig. Gott sei Dank, hat sich die Mehrheit der Deutschen Mitgefühl und Hilfsbereitschaft erhalten. Es sind die Zyniker und die Kaltherzigen die mir Angst machen. Die Rassisten, die AfD, Pegida, die Nazis. Die, von denen wir wohl alle hofften, dass sie in ihrer Kloake bleiben würden. Weit gefehlt. Sie kommen aus ihren Löchern zurück in unser aller Leben. Auf welch niederträchtige, widerliche Art und Weise müssen wir dieser Tage wieder erfahren.

Da sterben zwei junge Männer. Flüchtlinge, die nach Deutschland wollten, sind in einem Güterzug erfroren. Natürlich, sie waren  in Italien schon in Sicherheit vor dem Krieg. Dennoch, es waren verängstigte Menschen die da starben. Etwas, das einige gerne mal vergessen. Keiner von uns wird je erfahren, warum sie sich dieser Gefahr ausgesetzt haben und es ist Angesichts der Tragödie auch völlig egal. Nicht so für die AfD, der Pegida und deren Anhängerschaft. Deren Kommentare lassen mich erschauern. Sind dass noch Menschen? Urteilt selbst.

Hier ein kleiner Auszug:

  • Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen!!! Wären sie in ihrer Heimat geblieben hätten sie es schön warm gehabt, aber nein man muss ja in Deutschland schmarotzen!!!
  • Traurig..Nein ich kenne diese Personen nicht aber selbst Schuld. Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um…So kann es passieren und es interessiert mich nicht im geringsten
  • Selber schuld mit denen habe ich kein Mitleid das wäre nämlich nicht passiert wo sie hergekommen sind. Hoffentlich werden die anderen davonabgeschreckt.
  • Wenn ich versuche, illegal in ein Land zu kommen, dann laufe ich sogar Gefahr, erschossen zu werden. Was soll diese große Mitleidstour? Diese Menschen sind allein selbst Schuld.
  • ach, gehen die nun freiwillig in die güterzüge??? das ist ja ein ding.
  • Pech gehabt da sieht man doch das die nicht denken können die sogenanntem Fachkräfte.
  • Ihr müsst oben an das Seil über den Gleisen fassen, daran könnt ihr Euch festhalten. Das hilft. Dann wirds warm
  • Endlich was zum Lachen an diesem regnerischen Samstag 😁

Mich persönlich haben diese Aussagen einfach nur entsetzt. Liegt es an deren Erziehung, an fehlendem Mitgefühl? Spricht da Angst? Was bringt Menschen dazu, so auf den Tod anderer Menschen zu reagieren? Mich würde  interessieren wie Ihr darüber denkt. Schreibt mir Eure Meinung .

Doch ich will nicht verschweigen, dass es auch andere Kommentare gibt

Solche, die zeigen, dass  Mitgefühl, Menschlichkeit und Anstand, noch nicht ausgestorben sind. Im Gegenteil. Die Mehrheit der Deutschen haben sich diese Eigenschaften bewahrt. Auch hier ein kleiner Auszug aus den Kommentaren.

  • abartige Kommentare zum Tod zweier Menschen
  • Mögen die Opfer ihren Frieden finden. Viele Kommentare spiegeln den schlechten Charakter ihrer Verfasser wieder.
  • Diejenigen die den lach smily gedrückt haben, ich schäme mich für euch.
  • Über 100 Mal HAHA.?Ihr seid echt krank. Auch wenn man kein Fan der Flüchtlingspolitik ist handelt es sich immer noch um Menschen. Schäme mich mal wieder fremd…
  • Hier haben wirklich Leute bei diesem Bericht das lachende Smiley angeklickt.Ihr seid einfach kranke Gestalten und von ganzem Herzen wünsche ich euch das ihr derbe auf die Fresse fliegt und all das zurück bekommt was ihr mit eurem blinden und primitiven Hass und euren niedersten Gefühlen anderen wünscht. Ihr seid erbärmlich und ekelhaft zugleich.Wie krank muss man sein um den Tod von Menschen lustig zu finden? Euch hilft auch kein Psychiater mehr und kein Medikament!

Und dann ist da noch die 19 jährige Maria L. Die junge Frau wurde überfallen, missbraucht und ermordet. Sie war, wie viele Deutsche, aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig.  Sie engagierte sich für die Notleidenden und war damit ein Vorbild.  Die Frage nach der Herkunft des Täters sollte eigentlich irrelevant sein.  Nun ist in diesem Fall ein Flüchtling wegen dringendem Tatverdachts verhaftet worden. Dieser Punkt macht die schreckliche Tat weder ungeschehen noch weniger oder mehr grausam. Die AfD und Konsorten allerdings, stürzen sich wie die Geier auf diese, aus deren Sicht anscheinend >Gute Nachricht< und nutzen sie für ihre Zwecke aus.

Auf einigen Internetseite der Afd, unter anderem der aus Bamberg und Heidelberg, wird die junge Frau noch einmal missbraucht. Für die Propaganda. Da wird Kanzlerin Merkel bezichtigt,  Schuld am Tod Marias zu haben, da sie die Grenzen geöffnet hat. Da wirft man Maria vor, das sie ja  in der Flüchtlingshilfe tätig war.  Der Satz  > Hat sie doch selbst Schuld < erinnert an > Warum tragen die jungen Frauen auch so kurze Röcke? Selbst Schuld wenn sie vergewaltigt werden<   Jeder der sich also um Flüchtlinge kümmert hat es verdient umgebracht zu werden? Und dann werden sogar noch die Eltern auf das Übelste angegriffen, weil sie hinter dem Engagement ihrer Tochter standen und immer noch stehen. Die Eltern wagten sogar, statt Blumen zur Beerdigung, eine Spende für eine Flüchtlingsorganisation zu erbitten. Darüber war die gefühlskalte AfD und andere rechte, nahezu empört. Ich weiß nicht, ob ich auch so reagieren könnte wie es diese Eltern taten.  Allerdings kann ich mir auch nicht, nicht mal ansatzweise, vorstellen, wie entsetzt sie über die Ermordung ihrer Tochter sein müssen. Mein Mitgefühl und meinen Respekt haben sie auf jeden Fall.

Zu diesem Drama noch ein widerlicher Kommentar. Von Lutz Bachmann. Mehrfach vorbestrafter Initiator der fremden- und islamfeindlichen Organisation Pegida.

Zitat:

Auch diese, einfach nur kranke, Reaktion der Eltern habe ich voraus gesehen!
Wieviel gab es wohl für die Eltern, diese Ungeheuerlichkeit durchzuziehen und das eigen Fleisch und Blut derart zu verraten und verkaufen?Vielleicht auch alles halb so wild für den Vater, der wohl für die EU arbeitet und für den Großvater, der „Anwalt“ ist?

Einfach nur widerlich und ekelerregend.

Was wäre geschehen, wenn sich Maria statt um Flüchtlinge um deutsche Obdachlose oder Hartz IV Empfänger gekümmert hätte? Den Menschen also, die vor den Flüchtlingen als Sandsack  für die Rechten herhalten mussten. Zur Zeit  liegen sie denen ja so Medienwirksam am Herzen.Was also wäre geschehen, hätte ein deutscher Obdachloser Maria ermordet? Hätte es auch dann einen Aufschrei der Entrüstung gegeben? Wäre es diese rechten Unmenschen überhaupt einer Erwähnung wert gewesen?

Ich weiß es nicht und es auch müßig darüber nachzudenken.

Fakt ist, es gibt in jeder Kultur, in jeder Religion und in jeder Gesellschaftsschicht Verbrecher. Gegen diese gilt es vorzugehen und sie hart zu bestrafen. Ja, ich persönlich plädiere sogar dafür, dass Asylbewerber die eines Gewaltverbrechens überführt sind, abgeschoben werden sollten. Gleichzeitig fände ich es aber auch an der Zeit, dass Gewaltverbrechen generell härter bestraft,  bzw. das Strafmaß voll ausgeschöpft werden sollte. Aber zu diesem Thema an anderer Stelle mehr.

Jetzt gilt es Kante zu zeigen gegenüber der von Hass zerfressenden braunen Bande. Schicken wir sie gemeinsam dorthin, wo sie hingehören. Zurück in die Kloake.

 

 

 

November 30

Ein Jahr vor der Bundestagswahl – Der Wahlkampf hat begonnen


Ein Jahr vor der eigentlichen Wahl hat er schon begonnen. Der Wahlkampf. Noch diffus und doch für Beobachter schon merklich. Die SPD entfernt sich von Merkel und kritisiert sie auch öffentlich, vor allem wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Schon zum Ende des Sommers kam es zu ersten Kritiken. Die Union habe die Aufgabe unterschätzt und ein lapidarer Satz wie »Das schaffen wir« sei einfach zu wenig. So der SPD–Vorsitzende Gabriel. Ralf Stegner, SPD-Vize Chef erklärte, nach der katastrophalen Niederlage in Mecklenburg-Vorpommern,  Merkel hätte ihren Zenit überschritten. War die SPD bis dato nicht beteiligt an der Regierung? Meines Erachtens sind es bis heute. Die SPD aber dreht hart bei.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Erinnert irgendwie ein wenig an Fußball. Da wissen einige sofort nach einem verlorenen Spiel, oft sind es auch Mitglieder des eigenen Teams, was der Trainer falsch gemacht hat und geben kluge Ratschläge. Vorher finden viele alles was der Teamleiter sagt richtig. Verliert die Mannschaft wussten genau diese Jasager schon immer, das es so kommen würde. Hinterher sind alle schlauer. Für mich sind das sogenannte Schönwetter Freunde. Im Fußball und in der Politik. Nach dem Motto. Was schert mich mein dummes Gerede von gestern? Und noch ein Spruch fällt mir dazu ein: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Doch genau wie beim Fußball jedes Teammitglied seinen Anteil an Sieg oder Niederlage hat, ist es auch in der Politik.

Wahlkämpfe hatten von jeher eine Eigendynamik und waren selten durch übertriebene Freundlichkeit oder Zimperlichkeit zwischen den Parteien gekennzeichnet. Das liegt aber wohl an der Materie an sich. Da prallen verschiedene Meinungen aufeinander und erzeugen Reibungspunkte. Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch wichtig.  Allerdings, ist  ein neuer Spieler aufgetaucht. Die AfD. Durch sie werden wir wohl eine neue Dimension des Wahlkampfes erleben. Wir sollten uns auf ein verbales Blutbad einstellen.

Sieht man sich an, was in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter in den vergangenen Wochen und Monaten abgegangen ist, weiß man, dass dieser Wahlkampf anders geführt wird als die vorherigen. Haben wir beim Beobachten des amerikanischen Wahlkampfes, verwundert, teilweise entsetzt kaum unseren Ohren getraut, dürfen wir auf eine deutsche Fortsetzung gespannt sein.

Denkwürdige oder wohl eher peinliche Auftritte der AfD Spitze lassen Raum für Spekulationen?

Björn Höcke, AfD Vorsitzender im thüringischen Landtag.

Da holt er während einer Talkshow am 19.10.16 mit Günter Jauch, eine Deutschlandfahne aus der Tasche seines Sakkos und legt sie über die Lehne seines Sessels.

Zitat:

„Ich will damit zeigen, dass die AfD die Stimme des Volkes spricht, gegen eine verrückt gewordene Altparteien Politik.“

Bei Reden von Björn Höcke fühlt man sich unwillkürlich an Goebbels erinnert. Sieht man sich Videos im direkten Vergleich an, ist die Rhetorik, die Gestik und die Lautstärke der Redner und selbst die Wahl der Aussagen erstaunlich ähnlich. Der Rassismus kaum bis gar nicht verhohlen. Ein Beispiel der Ausländerfeindlichkeit des AfD Politikers.

Zitat:

„Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“ (Björn Höcke über Asylbewerber aus Afrika)

Frauke Petry. Nach einem Monate andauernden Machtkampf innerhalb der Partei wurde sie 2015 erneut (gemeinsam mit Jörg Meuthen) zur Bundessprecherin gewählt.

Sie, schimpft auf die Presse, das diese sich die Fakten zurechtbiegt und betitelt sie als Pinocchio-Presse. Mittlerweile gilt sie selbst als Pinocchio unter den Talkshowgästen. Auch sie hat ihre verbalen Entgleisungen. Bei ihrer Rede zum Tag der Deutschen Einheit soll sie, Laut FAZ, prophezeit haben sie sähe einen Konflikt zwischen in Europa ansässigen „Transferempfängern“ und dem eingewanderten „Lumpenproletariat der afro-arabischen Welt“. Außerdem fragte sie: „Was soll man denn von diesen ganzen ›Deutschland-ist-bunt‹-Kampagnen halten? […] Bunt ist auch ein Komposthaufen.“

Nun ist die Sprache unter Politikern, gerade im Wahlkampf, schon immer etwas deftiger gewesen als im täglichen Politikgeschäft. Aber solche extrem beleidigenden und diskriminierenden Auswüchse, sind neu. Für eine Partei, die uns regieren will, einfach nicht akzeptabel.

Wie haltet ihr von dieser Art des Wahlkampfes? Ich würde mich über eure Kommentare zu meinem Beitrag sehr freuen.

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