Dezember 17

Teure Schule

Dieser Tage waren meine Enkeltöchter bei mir und wir unterhielten uns über die Schule. Die eine ist in ihrem letzten Jahr an der Schule, die andere macht ihr Abitur. So weit so gut. Was ich aber im Laufe dieses Gespräches zu hören bekam, verschlug mir fast den Atem.

Das fängt an beim Kauf eines Blockes oder Heftes. Eigentlich eine einfache Sache meinen Sie?!?! Weit gefehlt. Allein über die Art dieser Blöcke ist sich der Lehrkörper nicht einig. Der eine will unliniert ohne Rand, der andere rautiert mit Rand und wieder ein anderer liniert ohne Rand aber gelocht. Außerdem verbieten viele Lehrkräfte mittlerweile, dass auf vorder- und Rückseite geschrieben werden darf. Aus reinen Schönheitszwecken wohlgemerkt. In der nächsten Stunde wird dann wahrscheinlich über den Klimawandel gesprochen, und dass man mit den Rohstoffen der Welt sorgsamer umgehen sollte.

Das gleiche gilt für Schulbücher. Ich kenne es noch, dass Schulbücher weitergegeben wurden. Eigentlich doch nicht verkehrt. Schließlich ändert sich in der Mathematik ja nichts daran, dass 1 + 1 = 2 ist oder hat sich da seid meiner Schulzeit was geändert? Auch das Datum der Schlacht von Waterloo war und bleibt der 18. Juni 1815. Egal in welchem Buch man nachliest. Die jüngeren Geschwister haben früher die Bücher der älteren Geschwister bekommen und, man glaubt es kaum, daraus gelernt. Heute wird teilweise in Schulbüchern geschrieben und anstatt mit ihnen, in ihnen gearbeitet.

Was noch schlimmer ist, dass Bücher gekauft werden müssen, die dann nicht einmal benutzt werden. Das ist nicht nur aus ökonomischen und ökologischen Gründen unhaltbar sondern auch eine Frechheit gegenüber den Eltern die diese Bücher bezahlen müssen. Die meist sehr teuren Bücher werden nicht selten am Ende des Schuljahres völlig ungenutzt in einen Karton auf den Speicher oder den Keller verbracht. Eigentlich kann man sie auch gleich entsorgen. Für das jüngere Geschwisterkind werden sie nicht gebraucht, da dessen Lehrkörper wieder andere Bücher favorisiert. Dass von Bundesland zu Bundesland verschiedene Bücher benutzt werden, kann man mit viel gutem Willen ja noch akzeptieren. Dass diese Praxis innerhalb einer Stadt und ein und derselben Schulform Anwendung findet, erinnert allerdings stark an einen Schildbürgerstreich.

Meine Enkelin, die das Abitur macht, braucht einen speziellen Taschenrechner. Dieser ist ein Hightech Computer und hat mit den Taschenrechnern, die einige von uns kennen, so viel gemein wie ein Smartphone mit einem Telegrafen. Dementsprechend ist auch der Preis. Bekommt man einen Taschenrechner schon für ein paar Euro, kostet dieses gute Stück satte 120 Euro. Bei mehr als einem Kind das zur Schule geht kommen so schnell einige hundert Euro zusammen.

Dem Schulbuch gebührt ist im Zeitalter des Internets generell nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie früher. Vielmehr sollten die Schulen heutzutage besser mit Modernen Computern ausgestattet werden. Und zwar so, dass nicht ein halbes Dutzend ausrangierter PC’s  für die ganze Schule reichen müssen das jeder Schüler über einen eigenen verfügt. Es ist längst an der Zeit, dass an den Schulen der richtige Umgang mit dem Produkt, Computer sowie mit dem Medium Internet gelehrt wird. Zumal von den Schülern oft verlangt wird, ihre Hausaufgaben per E-Mail zu erledigen und zu versenden.

Natürlich plädiere ich nicht dafür, dass die Kinder und Jugendlichen aufhören sollen handschriftlich zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, ich finde es wichtig dass die Kultur des Schreibens wieder mehr in den Fokus geholt wird. Auch ich schreibe gerne noch Briefe oder Karten an meine Lieben. Am liebsten mit einem Füller der meinen Anforderungen entspricht. Auch ein richtiges Buch zum Feierabend ziehe ich dem Lesen eines EBooks vor. Das ist allerdings Geschmacksache. Und im Urlaub am Strand ist ein EBook sogar die bessere Variante.

Für mich ist die Umsetzung zum Modernen Unterricht an deutschen Schulen entweder halbherzig oder gar nicht umgesetzt worden. Am fehlenden Geld sollte es in einem der reichsten Länder der Welt doch wohl nicht scheitern. Investieren wir nicht letztlich auch in die Zukunft unserer Kinder damit.

Dezember 17

Schlechtes Gewissen weil wir Weihnachten feiern?

imagesQuelle Bild: Colourbox

In den letzten Tagen und Wochen hört man immer mal wieder Sprüche wie:

  • Hier trinken wir auf den Weihnachtsmärkten Glühwein und hören Weihnachtslieder. Woanders fliehen Menschen vor Krieg und Terror.
  • In Syrien sterben Menschen und in Deutschland freuen sich alle auf das Weihnachtsfest. Damit das Gewissen beruhigt wird spendet man noch schnell 10 Euro. In was für einer verkehrten Welt leben wir eigentlich?

Klingt wie:

  • In Afrika verhungern Menschen und du maulst weil du das Essen nicht magst und schmeißt den Joghurt weg nur weil er verschimmelt ist.

Das vorweg. Ich bin absolut und uneingeschränkt pro Flüchtlinge und finde den Krieg in Syrien, wie übrigens alle Kriege, abscheulich. Aber, kein Krieg wird dadurch beendet dass wir keine Weihnachtmärkte mehr besuchen oder gar auf Weihnachten verzichten. Und kein einziger Mensch in Afrika hungert weniger wenn wir etwas essen was wir nicht mögen oder mal einen verschimmelten Joghurt aufbewahren. Übrigens spenden die meisten Menschen nicht weil sie ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen sondern weil sie keine andere Möglichkeit haben zu helfen. Was am spenden schlecht sein soll entzieht sich generell meiner Kenntnis. Der eine spendet Geld für einen guten Zweck, ein anderer Essen für Obdachlose und wieder ein anderer spendet seine Zeit um zu helfen. Wer sind wir, zu entscheiden wer von denen nun der bessere Mensch ist?

Wenn wir uns nur dadurch identifizieren ein guter Mensch zu sein indem wir auf alle fröhlichen Feste verzichten dann sollten wir vielleicht ein bisschen weniger gut sein. Wo bitte sollen wir die Kraft hernehmen uns um die Flüchtlinge zu kümmern und für eine friedlichere, gerechtere Welt zu kämpfen wenn wir nicht auch mal Abstand nehmen dürfen von dem Grauen? Einfach mal nur wir sind?

In der Flüchtlingsunterkunft in der ich sechs Monate Ehrenamtlich gearbeitet habe gab es einen Seelsorger. Dieser sagte uns Helfern einmal folgendes:

„Helft wenn ihr hier seid. Aber wenn ihr nach Hause geht kümmert euch um eure Familien um eure Freunde und vor allem um E U C H selbst. Lebt euer Leben, geht aus, feiert und lacht. Nur so könnt ihr diese Arbeit hier bewältigen. Es braucht eine gewisse Distanz um zu helfen. Keinem ist geholfen wenn ihr unter der Last zerbrecht.“ 

Diese Worte habe ich mir zu Herzen genommen. Er hatte damals Recht und er hat es heute noch. Da gibt es so unendlich viele Geschichten die mir Flüchtlinge erzählt haben, von denen ich gehört oder gelesen habe. Geschichten die mich weinen ließen, die mir mehr als nur eine schlaflose Nacht beschert haben.  Mit vielen, vielen anderen Freiwilligen kümmerte ich mich hauptsächlich um die Verpflegung der Flüchtlinge. Teilweise waren es täglich 12 Stunden und mehr.

Diese sechs Monate dort haben mich verändert. Wie sollten sie auch nicht. Man wächst über sich hinaus, man schafft Dinge die vorher unbezwingbar schienen. Man lernt Menschen kennen die kommen um zu helfen. Einfach so. Und doch haben all diese Menschen auch noch ihr eigenes Leben, ihre eigenen Familien. Das ist etwas, das man nie vergessen sollte, ja, nicht vergessen darf.

Mir fallen in diesem Zusammenhang immer Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Rettungskräfte ein. Was diese Menschen an Leid sehen ist mehr als sie aushalten würden Wie sollten sie ihrer Arbeit noch nachgehen können, würden sie sich nicht irgendwo auch ein stück weit distanzieren. Nur und ausschließlich so kann man wirksam helfen ohne selbst zusammenzubrechen. Jeder sollte seine eigenen Grenzen ausloten. Aber bitte versucht nicht euch ein schlechtes Gewissen einzureden und lasst auch nicht zu, dass andere es tun. Das hat niemand verdient nur weil ihr/sie auch noch feiern und lachen. Sei es nun Geburtstag, Hochzeit oder Weihnachten. Das schlechte Gewissen sollten wir denen überlassen, die Bomben werfen, Waffen verkaufen, über Flüchtlinge und Minderheiten hetzen, Rassisten und Nazis. Denen fehlt ein solches allerdings völlig.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießen Sie diese Tage

 

Dezember 15

Die Abschiebung

34 Flüchtlinge wurden abgeschoben. In einem Flugzeug wurden sie von Deutschland zurück in ihre Heimat Kabul geflogen. Einige hundert Menschen waren zum Flughafen gekommen um gegen die Abschiebung zu demonstrieren. Natürlich ist es schlimm, Menschen zwangsweise in ein Land zurückzuschicken das ihnen wohl keine Heimat mehr ist. Die Gründe dafür sind wahrscheinlich so vielfältig wie die Menschen selbst. Die einen fliehen vor Krieg, Terror und Folter, die anderen vor Hunger und wieder andere fliehen um ein besseres Leben führen zu können. Alles verständliche Gründe die für jeden nachvollziehbar sind oder wenigstens sein sollten. Es steht für mich außer Frage, dass Menschen, die vor Krieg, Terror und Folter fliehen aufgenommen werden müssen. Sie brauchen unsere Hilfe. Sofort, ohne Wenn und Aber.

Hier bekommen sie Unterkunft, Verpflegung und Mittel für den täglichen Bedarf. Das ist humanitäre Hilfe und so muss es auch sein.

Nun gibt es leider auch Flüchtlinge, die diese Sicherheit die sie hier erleben dürfen nicht achten. Die unsere Gesetze nicht befolgen und die straffällig werden. So sind ein Drittel der jetzt abgeschobenen Flüchtlinge Straftäter die direkt aus der Haft abgeschoben wurden. Das sind ca. 11 Personen. Es geht um Raub, Diebstahl, Drogendelikte, Vergewaltigung und Totschlag. Keiner von ihnen wurde wegen des Diebstahls eines Kaugummis verurteilt.

In diesen Fällen sehe ich die Abschiebung als absolut gerechtfertigt an. Man kann nicht aus seiner Heimat fliehen, weil es dort nicht sicher ist und hier selbst Gewalttaten begehen. Nicht nur die Deutschen Bundesbürger sondern auch die Flüchtlinge, die sich nichts zuschulden lassen kommen, geraten durch diese Straftäter in Gefahr. Lieber zehn Flüchtlinge mehr einreisen lassen, die sich an die Gesetze halten und in Frieden leben wollen als einen der andere beraubt, vergewaltigt oder gar tötet. Warum die anderen Flüchtlinge abgeschoben wurden entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Wir sollten und müssen die Menschen aufnehmen, die zu uns fliehen weil sie um Leib und Leben fürchten müssen. Aber genau aus diesem Grund müssen wir auch diejenigen ablehnen oder ausweisen die ihrerseits Gewalt ausüben. In Deutschland haben wir 800.000 Asylbewerber. Das sind bei einer Einwohnerzahl von 80.000.000 gerade mal 1 Prozent. Eigentlich lächerlich für ein so reiches Land. Die Flüchtlingspolitik gehört auf den Prüfstand. Es muss noch besser kontrolliert werden. Zur Sicherheit unseres Landes aber auch für die Sicherheit der Flüchtlinge die leider oft unter Generalverdacht stehen.

Helfen wir denen die Hilfe dringend benötigen. Die zusammen mit uns in Frieden und Freiheit leben wollen. Integrieren wir sie und  lernen wir voneinander. Dazu müssen wir aber diejenigen, die das nicht wollen wieder zurückschicken. Es gibt keine Alternative.

Dezember 9

Mitgefühl und Menschlichkeit gegen Häme und Gefühlskälte

Oh du schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit. Da wird gebacken und gekocht. Da werden Geschenke liebevoll verpackt und Lichterketten strahlen mit Kinderaugen um die Wette. Weihnachtsmärkte sorgen für Vorfreude auf das Fest. Weihnachtslieder erklingen. Herzen werden aufgemacht und alle Menschen sind friedlich und freundlich gestimmt.

Soweit die Geschichte wie sie in vielen Filmen und Geschichten erzählt wird. Ja, es brennen Kerzen. Ja, da hört man Weihnachtslieder und ja, es wird gebacken, gekocht und Geschenke werden liebevoll verpackt. Nur das Gefühl, dass die Menschen friedlich und freundlich gestimmt sind, will sich bei mir dieses Jahr einfach nicht einstellen.

Woran mag das liegen?

Ein Grund sind sicherlich die Nachrichten, in denen wir über Hunger, Katastrophen und Kriege informiert werden. Schlechte Nachrichten erreichen uns aber doch täglich. Und auch die Weihnachtszeit hat nie etwas daran ändern können. Was also ist dieses Jahr anders?

Der Krieg in Syrien.

Die grauenvollen Bilder von zerstörten Städten, allen voran Aleppo. Das Leid der Menschen, die vor dem Krieg zu uns flüchten. Dadurch sind wir Deutschen so nah am Weltgeschehen wie lange nicht mehr. Wir spüren die Auswirkungen direkt. Wir werden aufgefordert persönlich Stellung zu beziehen. Irgendwie.

Der Umgang mit diesen schrecklichen Nachrichten ist dadurch ein anderer geworden. Viele Menschen sind  gegenüber dem Leid der Flüchtlinge unglaublich zynisch und kaltherzig. Gott sei Dank, hat sich die Mehrheit der Deutschen Mitgefühl und Hilfsbereitschaft erhalten. Es sind die Zyniker und die Kaltherzigen die mir Angst machen. Die Rassisten, die AfD, Pegida, die Nazis. Die, von denen wir wohl alle hofften, dass sie in ihrer Kloake bleiben würden. Weit gefehlt. Sie kommen aus ihren Löchern zurück in unser aller Leben. Auf welch niederträchtige, widerliche Art und Weise müssen wir dieser Tage wieder erfahren.

Da sterben zwei junge Männer. Flüchtlinge, die nach Deutschland wollten, sind in einem Güterzug erfroren. Natürlich, sie waren  in Italien schon in Sicherheit vor dem Krieg. Dennoch, es waren verängstigte Menschen die da starben. Etwas, das einige gerne mal vergessen. Keiner von uns wird je erfahren, warum sie sich dieser Gefahr ausgesetzt haben und es ist Angesichts der Tragödie auch völlig egal. Nicht so für die AfD, der Pegida und deren Anhängerschaft. Deren Kommentare lassen mich erschauern. Sind dass noch Menschen? Urteilt selbst.

Hier ein kleiner Auszug:

  • Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen!!! Wären sie in ihrer Heimat geblieben hätten sie es schön warm gehabt, aber nein man muss ja in Deutschland schmarotzen!!!
  • Traurig..Nein ich kenne diese Personen nicht aber selbst Schuld. Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um…So kann es passieren und es interessiert mich nicht im geringsten
  • Selber schuld mit denen habe ich kein Mitleid das wäre nämlich nicht passiert wo sie hergekommen sind. Hoffentlich werden die anderen davonabgeschreckt.
  • Wenn ich versuche, illegal in ein Land zu kommen, dann laufe ich sogar Gefahr, erschossen zu werden. Was soll diese große Mitleidstour? Diese Menschen sind allein selbst Schuld.
  • ach, gehen die nun freiwillig in die güterzüge??? das ist ja ein ding.
  • Pech gehabt da sieht man doch das die nicht denken können die sogenanntem Fachkräfte.
  • Ihr müsst oben an das Seil über den Gleisen fassen, daran könnt ihr Euch festhalten. Das hilft. Dann wirds warm
  • Endlich was zum Lachen an diesem regnerischen Samstag 😁

Mich persönlich haben diese Aussagen einfach nur entsetzt. Liegt es an deren Erziehung, an fehlendem Mitgefühl? Spricht da Angst? Was bringt Menschen dazu, so auf den Tod anderer Menschen zu reagieren? Mich würde  interessieren wie Ihr darüber denkt. Schreibt mir Eure Meinung .

Doch ich will nicht verschweigen, dass es auch andere Kommentare gibt

Solche, die zeigen, dass  Mitgefühl, Menschlichkeit und Anstand, noch nicht ausgestorben sind. Im Gegenteil. Die Mehrheit der Deutschen haben sich diese Eigenschaften bewahrt. Auch hier ein kleiner Auszug aus den Kommentaren.

  • abartige Kommentare zum Tod zweier Menschen
  • Mögen die Opfer ihren Frieden finden. Viele Kommentare spiegeln den schlechten Charakter ihrer Verfasser wieder.
  • Diejenigen die den lach smily gedrückt haben, ich schäme mich für euch.
  • Über 100 Mal HAHA.?Ihr seid echt krank. Auch wenn man kein Fan der Flüchtlingspolitik ist handelt es sich immer noch um Menschen. Schäme mich mal wieder fremd…
  • Hier haben wirklich Leute bei diesem Bericht das lachende Smiley angeklickt.Ihr seid einfach kranke Gestalten und von ganzem Herzen wünsche ich euch das ihr derbe auf die Fresse fliegt und all das zurück bekommt was ihr mit eurem blinden und primitiven Hass und euren niedersten Gefühlen anderen wünscht. Ihr seid erbärmlich und ekelhaft zugleich.Wie krank muss man sein um den Tod von Menschen lustig zu finden? Euch hilft auch kein Psychiater mehr und kein Medikament!

Und dann ist da noch die 19 jährige Maria L. Die junge Frau wurde überfallen, missbraucht und ermordet. Sie war, wie viele Deutsche, aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig.  Sie engagierte sich für die Notleidenden und war damit ein Vorbild.  Die Frage nach der Herkunft des Täters sollte eigentlich irrelevant sein.  Nun ist in diesem Fall ein Flüchtling wegen dringendem Tatverdachts verhaftet worden. Dieser Punkt macht die schreckliche Tat weder ungeschehen noch weniger oder mehr grausam. Die AfD und Konsorten allerdings, stürzen sich wie die Geier auf diese, aus deren Sicht anscheinend >Gute Nachricht< und nutzen sie für ihre Zwecke aus.

Auf einigen Internetseite der Afd, unter anderem der aus Bamberg und Heidelberg, wird die junge Frau noch einmal missbraucht. Für die Propaganda. Da wird Kanzlerin Merkel bezichtigt,  Schuld am Tod Marias zu haben, da sie die Grenzen geöffnet hat. Da wirft man Maria vor, das sie ja  in der Flüchtlingshilfe tätig war.  Der Satz  > Hat sie doch selbst Schuld < erinnert an > Warum tragen die jungen Frauen auch so kurze Röcke? Selbst Schuld wenn sie vergewaltigt werden<   Jeder der sich also um Flüchtlinge kümmert hat es verdient umgebracht zu werden? Und dann werden sogar noch die Eltern auf das Übelste angegriffen, weil sie hinter dem Engagement ihrer Tochter standen und immer noch stehen. Die Eltern wagten sogar, statt Blumen zur Beerdigung, eine Spende für eine Flüchtlingsorganisation zu erbitten. Darüber war die gefühlskalte AfD und andere rechte, nahezu empört. Ich weiß nicht, ob ich auch so reagieren könnte wie es diese Eltern taten.  Allerdings kann ich mir auch nicht, nicht mal ansatzweise, vorstellen, wie entsetzt sie über die Ermordung ihrer Tochter sein müssen. Mein Mitgefühl und meinen Respekt haben sie auf jeden Fall.

Zu diesem Drama noch ein widerlicher Kommentar. Von Lutz Bachmann. Mehrfach vorbestrafter Initiator der fremden- und islamfeindlichen Organisation Pegida.

Zitat:

Auch diese, einfach nur kranke, Reaktion der Eltern habe ich voraus gesehen!
Wieviel gab es wohl für die Eltern, diese Ungeheuerlichkeit durchzuziehen und das eigen Fleisch und Blut derart zu verraten und verkaufen?Vielleicht auch alles halb so wild für den Vater, der wohl für die EU arbeitet und für den Großvater, der „Anwalt“ ist?

Einfach nur widerlich und ekelerregend.

Was wäre geschehen, wenn sich Maria statt um Flüchtlinge um deutsche Obdachlose oder Hartz IV Empfänger gekümmert hätte? Den Menschen also, die vor den Flüchtlingen als Sandsack  für die Rechten herhalten mussten. Zur Zeit  liegen sie denen ja so Medienwirksam am Herzen.Was also wäre geschehen, hätte ein deutscher Obdachloser Maria ermordet? Hätte es auch dann einen Aufschrei der Entrüstung gegeben? Wäre es diese rechten Unmenschen überhaupt einer Erwähnung wert gewesen?

Ich weiß es nicht und es auch müßig darüber nachzudenken.

Fakt ist, es gibt in jeder Kultur, in jeder Religion und in jeder Gesellschaftsschicht Verbrecher. Gegen diese gilt es vorzugehen und sie hart zu bestrafen. Ja, ich persönlich plädiere sogar dafür, dass Asylbewerber die eines Gewaltverbrechens überführt sind, abgeschoben werden sollten. Gleichzeitig fände ich es aber auch an der Zeit, dass Gewaltverbrechen generell härter bestraft,  bzw. das Strafmaß voll ausgeschöpft werden sollte. Aber zu diesem Thema an anderer Stelle mehr.

Jetzt gilt es Kante zu zeigen gegenüber der von Hass zerfressenden braunen Bande. Schicken wir sie gemeinsam dorthin, wo sie hingehören. Zurück in die Kloake.

 

 

 

November 30

Ein Jahr vor der Bundestagswahl – Der Wahlkampf hat begonnen


Ein Jahr vor der eigentlichen Wahl hat er schon begonnen. Der Wahlkampf. Noch diffus und doch für Beobachter schon merklich. Die SPD entfernt sich von Merkel und kritisiert sie auch öffentlich, vor allem wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Schon zum Ende des Sommers kam es zu ersten Kritiken. Die Union habe die Aufgabe unterschätzt und ein lapidarer Satz wie »Das schaffen wir« sei einfach zu wenig. So der SPD–Vorsitzende Gabriel. Ralf Stegner, SPD-Vize Chef erklärte, nach der katastrophalen Niederlage in Mecklenburg-Vorpommern,  Merkel hätte ihren Zenit überschritten. War die SPD bis dato nicht beteiligt an der Regierung? Meines Erachtens sind es bis heute. Die SPD aber dreht hart bei.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Erinnert irgendwie ein wenig an Fußball. Da wissen einige sofort nach einem verlorenen Spiel, oft sind es auch Mitglieder des eigenen Teams, was der Trainer falsch gemacht hat und geben kluge Ratschläge. Vorher finden viele alles was der Teamleiter sagt richtig. Verliert die Mannschaft wussten genau diese Jasager schon immer, das es so kommen würde. Hinterher sind alle schlauer. Für mich sind das sogenannte Schönwetter Freunde. Im Fußball und in der Politik. Nach dem Motto. Was schert mich mein dummes Gerede von gestern? Und noch ein Spruch fällt mir dazu ein: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Doch genau wie beim Fußball jedes Teammitglied seinen Anteil an Sieg oder Niederlage hat, ist es auch in der Politik.

Wahlkämpfe hatten von jeher eine Eigendynamik und waren selten durch übertriebene Freundlichkeit oder Zimperlichkeit zwischen den Parteien gekennzeichnet. Das liegt aber wohl an der Materie an sich. Da prallen verschiedene Meinungen aufeinander und erzeugen Reibungspunkte. Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch wichtig.  Allerdings, ist  ein neuer Spieler aufgetaucht. Die AfD. Durch sie werden wir wohl eine neue Dimension des Wahlkampfes erleben. Wir sollten uns auf ein verbales Blutbad einstellen.

Sieht man sich an, was in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter in den vergangenen Wochen und Monaten abgegangen ist, weiß man, dass dieser Wahlkampf anders geführt wird als die vorherigen. Haben wir beim Beobachten des amerikanischen Wahlkampfes, verwundert, teilweise entsetzt kaum unseren Ohren getraut, dürfen wir auf eine deutsche Fortsetzung gespannt sein.

Denkwürdige oder wohl eher peinliche Auftritte der AfD Spitze lassen Raum für Spekulationen?

Björn Höcke, AfD Vorsitzender im thüringischen Landtag.

Da holt er während einer Talkshow am 19.10.16 mit Günter Jauch, eine Deutschlandfahne aus der Tasche seines Sakkos und legt sie über die Lehne seines Sessels.

Zitat:

„Ich will damit zeigen, dass die AfD die Stimme des Volkes spricht, gegen eine verrückt gewordene Altparteien Politik.“

Bei Reden von Björn Höcke fühlt man sich unwillkürlich an Goebbels erinnert. Sieht man sich Videos im direkten Vergleich an, ist die Rhetorik, die Gestik und die Lautstärke der Redner und selbst die Wahl der Aussagen erstaunlich ähnlich. Der Rassismus kaum bis gar nicht verhohlen. Ein Beispiel der Ausländerfeindlichkeit des AfD Politikers.

Zitat:

„Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“ (Björn Höcke über Asylbewerber aus Afrika)

Frauke Petry. Nach einem Monate andauernden Machtkampf innerhalb der Partei wurde sie 2015 erneut (gemeinsam mit Jörg Meuthen) zur Bundessprecherin gewählt.

Sie, schimpft auf die Presse, das diese sich die Fakten zurechtbiegt und betitelt sie als Pinocchio-Presse. Mittlerweile gilt sie selbst als Pinocchio unter den Talkshowgästen. Auch sie hat ihre verbalen Entgleisungen. Bei ihrer Rede zum Tag der Deutschen Einheit soll sie, Laut FAZ, prophezeit haben sie sähe einen Konflikt zwischen in Europa ansässigen „Transferempfängern“ und dem eingewanderten „Lumpenproletariat der afro-arabischen Welt“. Außerdem fragte sie: „Was soll man denn von diesen ganzen ›Deutschland-ist-bunt‹-Kampagnen halten? […] Bunt ist auch ein Komposthaufen.“

Nun ist die Sprache unter Politikern, gerade im Wahlkampf, schon immer etwas deftiger gewesen als im täglichen Politikgeschäft. Aber solche extrem beleidigenden und diskriminierenden Auswüchse, sind neu. Für eine Partei, die uns regieren will, einfach nicht akzeptabel.

Wie haltet ihr von dieser Art des Wahlkampfes? Ich würde mich über eure Kommentare zu meinem Beitrag sehr freuen.

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November 28

Zwischen Plätzchen backen und Hasskommentaren

 

 

Wir wollen unsere Kinder und Enkel schützen. Das ist auch die Pflicht von Eltern und Großeltern. Das wovor und wie ist dabei allerdings eine maßgebliche und nicht ganz unwichtige Voraussetzung.

Schützen vor Gewalt, vor Raser auf den Straßen, vor Hunger und Kälte. Zu diesem Schutz gehört unbedingt und unersetzbar die Aufklärung. Die Aufklärung warum man vor dem Überqueren einer Straße nach links und rechts schaut, dass man an einer Ampel wartet, bis sie für Fußgänger grün zeigt. Dass man auf gar keinen Fall mit Fremden geht, sondern nur mit denen, die ihre Eltern ihnen vorher genannt haben. Und auch die sexuelle Aufklärung gehört dazu. Das geschieht vorzugsweise in einer Kindgerechten Umgebung und einem Kindgerechten Ton. Ob den Verfassern einiger Kommentare auf Facebook das klar war oder sie überhaupt interessierte, ist zumindest in Frage zu stellen.

Nun kann man auf den Vorschlag der Grünen, Kindern im KITA-Alter von Transvestiten die Homosexualität erklären zu lassen, verschiedener Meinung sein. Das ist durchaus eine Diskussion wert. Ich verstehe nicht, warum es unbedingt ein Transvestit sein muss, statt der Kindergärtner oder Kindergärtnerin. Da es um Homosexualität geht, wäre ein Homosexueller meines Erachtens vielleicht die bessere Wahl. Die äußere Erscheinung eines Transvestiten könnte die Kinder eher von dem eigentlichen Thema ablenken. Persönlich bin ich der Meinung, dass man Kindern, Fragen die von sich aus über Sex stellen, beantworten sollte. Das allerdings altersgemäß. Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung.

Nun gab es nach bekannt werden des Grünen Plans auch diese Diskussion. So manche Beiträge   – besorgter – Eltern und Großeltern, sind wohl alles andere als Kindgerecht und etwas, das Kinder nie hören sollten.

  • Das ganze Jammern und diskutieren nutzt doch nichts. Die sind so tumb und abgebrüht. Da hilft nur so lange in die Fresse hauen, bis sie sich selbst ankotzen.
  • Die gehören aufgehängt, diese grünen Vollzeitidioten.
  • Ich bin froh, dass meine Söhne aus dem Schulalter heraus sind. Ich hätte sonst nicht für die Unversehrtheit der Lehrer garantieren können.
  • Wollt ihr wirklich Ar…….f….r auf die Kinder loslassen??
  • Wenn man davon ausgeht, dass hier eine Krankheit vorliegt, was bewiesen ist, kann man diese Pädagogik als Verbrechen an den Kindern bezeichnen
  • Geht gar nicht! Und wenn ich wüsste dass „Olivia Jones“ einen Besuch in der Schule meiner Enkelkinder plant, …ich würde es persönlich mit ’nem nassen Feudel vor die Tür jagen…und ja, 1,80 bin ich auch und nicht eben schwächlich!
    soll nur mal vorbeikommen…die/das piss ich vor allen an
  • dan schneide ich euch alles ab versprochen ihr drecks grrrrrrrrrrrrrrrrrrr
  • vor vielen jahren wurde man für schwul sein noch verhaftet und jetzt bald wird es pflicht werden dank der grünen
  • Dieses ???? was sich Olivia Jones nennt, kann sich freuen, wenn ES mal den Musel in die Hände fällt und die, wo sie eine Mumu vermuten, einen Pipi finden – dann machen sie ES aber einen Kopf kürzer !
  • ES WIRD IMMER SCHLIMMER BEI UNS;;WURDE DER BEI MEINEN KINDER NICHT MACHEN;;;SEI DEN;;ER MOCHTE GERNE INS KH
  • Wenn das kommen sollte…werde ich ein viele von diesen Pädos plattmachen u glaubt mir das ist nicht nur so gesagt u ich hoffe das Volk erschlägt diese perversen Pädoschweine.

Dies ist nur ein kleiner, nicht geänderter Auszug aus der Diskussion. Nun verstehe ich die Besorgnis einiger Erziehungsberechtigten durchaus. Was ich mich allerdings frage, was erzählen die ihren Kindern, sollten diese die sogenannten Argumente ihrer Eltern mitbekommen? Und da können wir uns alle sicher sein, Kinder bekommen mehr mit als wir Erwachsenen uns vorstellen. Wie also werden sie ihren Kindern erklären, warum sie jemanden – anpissen- wollen, warum und was sie jemanden abschneiden wollen, warum da jemand einen Kopf kürzer gemacht werden soll? Wie und wann erklären sie ihren Kindern, dass man andere Menschen verletzten oder gar töten darf, nur weil dieser anders aussieht oder anders denkt? Vielleicht sogar während des backen von Plätzchen? Ist das wirklich die Botschaft die für Kinder besser sein soll, als etwas über die verschiedenen sexuellen Veranlagungen von Menschen zu lernen? Gewalt ausüben? Ich denke nicht.

Erklären wir unseren Kindern doch lieber, dass sie nichts machen müssen nur, weil es ein Erwachsener verlangt. Sagen und zeigen wir ihnen, dass sie mit ALLEN Problemen zu uns kommen dürfen. Wenn ihnen die sexuelle Aufklärung in der Kita oder der Schule peinlich oder unangenehm sein sollte, sind wir Eltern und Großeltern gefragt. Wir müssen ihnen die Welt erklären sollten sie diese nicht verstehen. Aber sie werden sie auf gar keinen Fall besser verstehen, wenn wir ihnen vorleben, dass man andere auf Grund ihrer Hautfarbe, Religion oder Sexualität, die nicht der ihrigen entspricht, körperliche Gewalt antut oder mit verbalen Entgleisungen belegt. Das ist die falsche Botschaft und sorgt nur für mehr Hass auf dieser Welt, die eigentlich eine friedliche sein sollte. Wir haben nur diese eine, hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln eine, auf die es sich für alle zu leben lohnt.

PS:

Was sagen besorgte Eltern eigentlich ihren Kindern, sollten sie irgendwann feststellen, dass diese Homosexuell sind? Werden sie ihre Kinder verstoßen oder werden sie ihre Arme um sie legen und sagen, dass sie immer ihr Kind bleiben werden und dass sie geliebt werden egal welche sexuelle Orientierung sie haben. Lehren wir sie, dass sie niemals Angst haben müssen, weil sie – anders – sind.

 

 

November 26

Keiner will Socken zu Weihnachten

Sie ist wieder da, die Adventszeit. Für manche endlich. Für andere schon wieder. Was bedeutet das eigentlich „Advent?“

Der Ursprung des Wortes kommt aus dem lateinischen, von adventus = Ankunft. Es ist die Vorbereitung der Christen auf die Geburt Christi. Bis zum Konzil (Rat, Zusammenkunft) im Jahre 524 dauerte die Adventszeit noch fünf bis sechs Wochen. Die dann erlassene vierwöchige Adventszeit ergab sich daraus, dass man glaubte die Welt sei 4000 Jahre vor der Geburt Christi erschaffen worden. So sollte jede Adventswoche ein Jahrhundert symbolisieren.

Eigentlich sollte diese Zeit einstimmen auf Weihnachten. Friedvoll soll sie sein und voller Vorfreude. Leider ist das Friedvolle,  irgendwann verloren gegangen.

Aber warum und wodurch?

Ein Grund dafür sind sicher auch  die schrecklichen Nachrichten die uns alle, vor allem in den letzten Jahren, täglich durch die Medien frei Haus geliefert werden. Viele Menschen leidet unter Hungersnot, Tausende sterben in fürchterlichen Kriegen, Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Magie verloren gegangen ist. Wir haben sie gegen den immer stärker werdenden Konsumwahn eingetauscht. Es zählt in den Familien längst nicht mehr das Zusammen kommen, nicht mehr die kleinen Geschenke.  Nein. Die Gemeinsamkeit ist auf der Strecke geblieben und bei vielen sind Besuche bei Eltern oder Großeltern nur noch ein muss. Geschenke werden nur noch an nach deren Preis beurteilt. Freut man sich bei einem Vorschulkind noch über ein selbst gemaltes Bild, erwarten viele von älteren schon das sie ihr Taschengeld sparen und davon Geschenke kaufen. Die Geschenke werden immer größer, ihre Anzahl immer höher. Das suchen nach DEM einen Geschenk, ist den meisten zu aufwändig geworden. Hauptsache viele dann wird man die fehlende Liebe nicht bemerken.

Das soll hier kein Beitrag über den Sinn oder Unsinn von Geschenken werden. Im Gegenteil. Schenken und beschenkt werden ist etwas wunderschönes. Ich liebe es Geschenke zu besorgen, liebevoll zu verpacken und zu sehen wie sich der Beschenkte darüber freut. Genauso gerne bekomme ich auch selbst Geschenke und merke dass in mir ein kindliches Gefühl aufkommt während ich es öffne.

Schaue ich mir aber die Werbung an, die uns Vorschläge macht was für Geschenke die richtigen sind, verfliegt dieses wohlige Gefühl in mir sofort wieder. Da wird uns gesagt:

„Keiner will Socken zu Weihnachten“

Ja warum denn nicht? Ein paar Kuschelsocken liebevoll selbst verpackt zeigt mir mehr über den der schenkt als ein sündhaft teures Parfüm das nebenbei ohne Überlegung gekauft wird. Ein Buch oder eine CD  ist mehr Wert als ein Gutschein aus irgendeinem Geschäft das gerade auf dem Weg lag.  Natürlich ist ein liebevoll ausgesuchtes, zum Beschenkten passendes Parfüm ein schönes Geschenk, sind Gutscheine völlig legitim und toll, falls das Buch oder die CD, die man jemanden schenken möchte weil man weiß es gefällt demjenigen, ausverkauft sein sollten. Zeigt es doch, das jemand zugehört hat als man mal darüber sprach.  Wer möchte nicht spüren das sich das Gegenüber Gedanken gemacht hat. Das diese Person zum Zeitpunkt, als sie das Geschenk aussuchte, mit seinen Gedanken bei einem war und nicht bei etwas anderem.

Die Werbung macht uns da einen, eigentlich, sehr schönen Vorschlag für ein Geschenk.

„Schenken sie Zeit“

Das hört sich auch erst mal sehr schön an. Aber schaut man genauer hin, kostet diese Art der geschenkten  Zeit,  die in der Werbung angepriesen wird, sehr viel Geld.  Aber was bitte hat Zeit verschenken eigentlich mit viel Geld zu tun? Nun, sieht man die Werbung an, wird einem das schnell klar. Da schenkt man ein Wochenende auf einer einsamen Hütte. Die ist, natürlich, mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet und… kostet ein kleines Vermögen. Also Zeit kann man nur verschenken wenn man viel Geld hat?

Nein. Zeit schenken sollte bedeuten:

„Ich verbringe das Wochenende mit dir. Nur wir zwei, gemütlich zuhause, mit einem schönen Film und einem Glas Wein oder Bier und, ja meine Herren, auch ein bisschen kuscheln darf dabei sein.“ Oder. „Wir verbringen die Zeit zusammen als Familie. Wir unternehmen was mit den Kindern. Backen Plätzchen, basteln ein Knusperhäuschen. Gehen Schlitten fahren oder machen einen Wandertag mit anschließendem Spieleabend und Popcorn .“

Es sollte nicht darum gehen wer die größte Geldsumme ausgegeben hat um jemanden zu beschenken. Es soll passen, es soll mit Bedacht und Liebe ausgesucht oder gemacht werden. Verlassen wir uns wieder mehr auf unser Gefühl und nicht darauf das die Werbung uns schon sagen wird was das richtige Geschenk ist.

Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie wir Menschen.

Ich wünsche allen eine wundervolle, friedliche  Adventszeit.

 

November 24

Leave our kids alone (Pink Floyd) zu deutsch, Lasst unsere Kinder in Ruhe !!!!!

Marcus Horst Hubertus Pretzell. Seid 2014 Afd Landesvorsitzender  von NRW, hat sich schon oft Sprüche und Reden geleistet, die pietätlos waren. Man erinnere sich nur daran, dass er den Schusswaffengebrauch auf Flüchtlinge als gerechtfertigt als „Ultima Ratio“ ansieht. Als er damit eine Welle der Empörung auslöste, wollte er wohl besänftigen als er sagte:

Zitat

„Kein vernünftiger Mensch sollte daran denken auf Flüchtlinge zu schießen weil sie die Grenze übertreten. Ultima Ratio heißt, es gibt keine andere Möglichkeit, das zu stoppen. Andere Möglichkeiten gibt es ja auch, so wie Wasserwerfer oder Tränengas. Sollten diese Mittel nicht helfen dann…

Ach so. Ja klar, das ist ja was völlig anderes. Sie müssen uns das nur richtig erklären, die Herrenmenschen der AfD.

Also erstmal die von der teilweise monatelangen Flucht ausgelaugten Menschen. Männer, Frauen UND Kinder mit Wasserwerfern bearbeiten. Falls die dann immer noch nicht in ihr Land zurückkehren noch ein bisschen Pfefferspray hinterher. Falls auch  das noch nicht hilft…erschießen wir sie. Ja, jetzt verstehe ich das auch und muss mal eben eine Runde kotzen gehen.

Das war also schon mal harter Tobak und jenseits jeder Menschlichkeit. Doch es gibt  immer noch Menschen in unserem Land die sowas billigen und tolerieren. Aber hier und jetzt geht es um UNSERE Kinder. Womit ich nicht sagen will dass deutsche Kinder mehr wert sind als nicht deutsche. Aber vielen Menschen ist es schlicht egal was mit anderen wird, solange man die ihrigen, deutschen Kinder in Ruhe lässt.

Ok nun, jetzt geht es  um die ihrigen. Unsere Kinder, und vor allem die, die nicht in das Weltbild der AfD passen, werden angegriffen. Kinder mit Behinderungen sollen aussortiert werden. Die AfD sieht eine Gefahr für die „normalen“ Kinder, wenn diese mit „behinderten“

Kindern gemeinsam eine Kita oder Schule besuchen. Das Wertesystem der AfD orientiert sich an den Preußischen Tugenden: Arbeit, Gehorsam, Disziplin und Pünktlichkeit die durch Kinder mit einer Behinderung ja gestört würden.

Dabei lernen Kinder  gerade in den Kitas und den Schulen mehr über Sozialkompetenz als manche in ihrem ganzen Leben.

Das ist bei weitem nicht alles was die AfD von uns und unseren Familien verlangt.

Deutsche Familien,wobei nur die klassische Familienform, sprich Vater, Mutter, Kinder,  in den Augen der AfD, die einzig wahre, akzeptable ist, sollen mindestens drei  Kinder bekommen. Diese müssen natürlich gesund und ohne Makel sein. Regenbogen- und Patchwork Familien sind abzulehnen. Diese vermitteln den Kindern falsche Werte. Nämlich die, dass Andersartig nicht unnormal ist. Fertig ! Was andersartig und somit nicht normal ist entscheidet natürlich die AfD.

Sieht man sich die Führungsriege der AfD an, merkt man gleich, wie ernst sie ihre hochtrabenden Familien Forderungen nehmen wenn es um ihre eigenen Familien, geht.

Frauke Petry verließ Mann und ihre vier Kinder wegen oben genannten Marcus Pretzell

Marcus Pretzell lebt von seiner Frau und seinen ebenfalls vier Kinder getrennt

Beatrix von Storch hat…ähmmm… keine Kinder

Alexander Gauland lebt in wilder Ehe mit seiner Lebensgefährtin. Er hat eine Tochter aus einer früheren Ehe, die sich von ihm distanziert hat.

Volker Olenicak, ebenfalls Mitglied der AfD äußerte sich nach einem Video das er sah, in dem ein Lehrer einem Schüler mit einem Stock auf die Hand schlug,  lakonisch:

„Sieht hart aus aber ermöglicht in Zukunft sicher einen erträglichen Schulalltag. PS: intelligenten Schülern passiert das wohl nicht jeden Tag.“

Nach dem Motto, Mehr Haue, mehr Hirn oder schlauer durch Aua.

Demnach haben wohl die meisten AfDler zuwenig Prügel bezogen.

Solche Leute wollen uns also regieren. Sie wollen uns vorschreiben wie viele Kinder wir zu zeugen haben. Außer sie heißen Beatrix von Storch, dann brauchen sie kein einziges. Die Kinder müssen natürlich gesund sein. Als würde es Eltern geben die freiwillig und vorsätzlich lieber ein krankes als ein gesundes Kind bekommen. Vielleicht sogar aus Trotz gegen die AfD.

Sie wollen uns vorschreiben, dass Kinder einen Preußischen Drill brauchen um den Wertevorstellungen der Partei zu genügen.

Sie wollen Frauen das hart erkämpfte Recht wieder nehmen in einem Beruf zu arbeiten UND Kinder zu bekommen. Das gilt natürlich nicht für den Vorstand der AfD .

Wenn jetzt nicht ALLE Eltern und Großeltern aufschreien und die AfD zum Teufel jagen, mit den legalen Mitteln der Demokratie natürlich, spätestens bei der Wahl im Herbst 2017, dann weiß ich auch nicht mehr.

Es geht um UNSERE Kinder und Enkel. Sie sind das beste an uns. Lassen wir sie nicht im Stich. Nicht die „NORMALEN“ und nicht die mit einer Behinderung. Nehmen wir sie in unsere Mitte und beschützen sie vor den Machenschaften einer Partei wie die AfD.

November 22

Merkel. Ihre erneute Kandidatur 2017

Quelle: Awaya Legends Flickr

Zitat

„Ich brauche lange und die Entscheidungen fallen spät – dann stehe ich aber auch dazu.“

Angela Merkel zu ihrer Kandidatur

Nach endlosen Wochen der Unsicherheit und des Rätselratens ist es jetzt offiziell. Angela Merkel wird sich auch 2017 wieder zur Wahl der Bundeskanzlerin stellen.

Die erste Hürde auf diesem Weg wird der Parteitag am 6. Dezember sein auf dem sie sich der Wiederwahl zur Parteivorsitzenden stellen will, den sie seid dem 10. April 2000 inne hat.

Angela Dorothea Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren. Aufgewachsen ist sie in der ehemaligen DDR. Dort war sie als Physikerin tätig. 1990 CDU-Beitritt als stellvertretende Sprecherin der ersten frei gewählten Regierung der DDR

2005 kam es zur vorgezogenen Bundestagswahl bei der sie den amtierenden Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD ablöste und damit zur ersten Kanzlerin der Bundesrepublik wurde.  Bis 2009 führte sie eine große Koalition zwischen CDU/CSU und der SPD an.

Nach der Bundestagswahl 2009 ging sie eine schwarz/gelbe Koalition mit der FDP ein und 2013 wieder eine große mit der SPD.

Im Jahr 2015 formulierte sie ihren wohl bekanntesten und Geschichtsträchtigsten Satz:

„Wir schaffen das“

…und 51% der Bundesbürger standen hinter ihr.

Als sie nur zwei Wochen später anfing diesem Satz Taten folgen zu lassen, in dem sie 4000 gestrandete Flüchtlinge aus Ungarn aufnahm, kippte die Stimmung. Zuerst im Osten der Republik. Obwohl dort die wenigsten Flüchtlinge Bundesweit aufgenommen wurden, kam es dort immer wieder zu heftigen Protesten und Ausschreitungen.

Dieser Satz und die daraufhin erfolgte Aufnahme von Flüchtlingen spaltete dass Land und die Parteien tief.

Dabei hatten wir schon einmal  eine ähnliche Situation.

1992 – 440.000 Asylanträge

2015 – 470.000 Asylanträge

Die Anträge im Jahr 1992 gab es durch die Aufnahme von Flüchtlingen wegen der Öffnung früherer Ostblockländer und dem Krieg in Jugoslawien.

Die Anträge aus 2015 hauptsächlich durch den Krieg in Syrien.

Gab es 1992 auch diese Attaken wie sie heute tagtäglich zu hören und zu lesen sind? Nun, es gab sie auch. Flüchtlingsheime wurden angezündet. Solingen, Rostock und Hoyerswerda sind einige der bekanntesten Städte aus dieser Zeit, die dadurch traurige Berühmtheit erlangten. Dort wurden Flüchtlingsheime angezündet. In Rostock-Lichtenhagen beteiligten sich hunderte, teilweise rechtsextremistische Randalierer an den Ausschreitungen. 3000 applaudierende Zuschauer behinderten die Einsatzkräfte an ihrer Arbeit.

Damals wie heute handelte es sich um Menschen die vor einem Krieg flüchteten und um Menschen die einfach ein besseres Leben wollten, für sich und ihre Familien.

Diese verbalen Angriffe wie sie heute erfolgen, können nur entstehen, weil es die sogenannten Sozialen Medien wie Facebook und Twitter gibt. Diese sind über Computer und Smartphones bequem erreich- und nutzbar.

Das ausgerechnet die Menschen im Osten unseres Landes so feindselig reagieren ist völlig unverständlich, da sie durch die heutige Flüchtlingswelle am wenigsten betroffen sind. Zumindest was die Aufnahme von Flüchtlingen angeht. Die Welt ist Gefühlsärmer, kälter geworden. Nein nicht die Welt, die Menschen die auf ihr leben.

Nun will die „Flüchtlingskanzlerin“ Merkel also wieder antreten und bewirbt sich erneut um das Amt der Bundeskanzlerin. Soweit so gut. Oder so schlecht? Das soll und muss jeder für sich selbst entscheiden und bei der Wahl im Herbst 2017 durch ein Kreuz auf dem Wahlzettel kund tun. Was allerdings seid Merkels Ankündigung abgeht ist ungeheuerlich und in dieser Form, zumindest in Deutschland ein- und erstmalig.

Nie zuvor wurde so viel Hass und Gewalt gegen einen(r) Politiker(in) öffentlich ausgesprochen.

„Ich will sie ja gar nicht schlagen, ich will sie als Volksverräterin unter die Guillotine legen“

„Soll sich verpissen am besten raus aus Deutschland“

„Hoffentlich stirbt DIE vorher noch eines natürlichen Todes“

„Wir bringen die vorher um / Tötet die / Tod der Alten / Bringt sie um“

Das ist nur ein sehr kleiner Auszug aus dem was in den Sozialen Medien an Anfeindungen geschrieben wurde.

Nun mag man von der Kanzlerin halten was man will. Aber derartige Angriffe, auch auf ihr Leben, sind unter der Gürtellinie und haben mit Meinungsfreiheit so überhaupt nichts zu tun. Es ist meines Erachtens sogar ein Fall für die Justiz.

Seine Meinung kann man jederzeit äußern. Sachlich und vor allem mit Anstand und Respekt dem Menschlichen Leben gegenüber. Wer seine Meinung äußern will soll sich der gängigen Mittel einer Demokratie bedienen. Als da wären, unter anderem, die Wahlzettel. Das und nur das kann man dann Meinungsfreiheit ausleben nennen. Nur so geht und funktioniert Demokratie. Mit all ihren Fehlern und Irrwegen.

 

 

Quelle Titelbild: Awaya Legends, Flickr

November 14

Verstehen hat nicht immer mit Verstand zu tun

„Ein Individuum wird erst in örtlicher Diskrepanz zum Ursprungsland den Hiatus zwischen dem Eigenen und dem Fremden erfassen können.“

Verstehen Sie diesen Satz? Ich habe ihn im Internet gefunden als ich für diesen Beitrag nachforschte. Nach einigem Suchen fand ich die Übersetzung. Es war ein Student der diesen Satz sagte und ein Kommilitone der ihn nur teilweise verstand. Übersetz in Verständlich heißt er:

„Kulturelle Unterschiede werden uns erst auf Reisen bewusst.“

Warum müssen Sätze gesprochen oder geschrieben werden, die kaum einer versteht? Was macht Sprache dann noch für einen Sinn?

Hier einige Beispiele für gebräuchliche aber dennoch nicht immer aus dem Stand erklärbare Fremdwörter.

  • polarisieren – „Gegensätze schaffen“, „trennen“.
  • Demagoge – „Volksaufhetzer“.
  • designieren – „(für ein noch nicht besetztes Amt) bestimmen“.
  • erratisch – „vereinzelt“ oder „verirrt“, „willkürlich“.
  • Chauvinismus – Einstellung (von Männern), Frauen als minderwertig einzustufen
  • polemisch – „aggressiv“, „überspitzt“ in Bezug auf eine Argumentation, Aussage etc.
  • Despot – „Gewaltherrscher“.
  • Ressentiment – „heimlicher Groll“.
  • konsterniert – „fassungslos“, „verblüfft“ oder „bestürzt“.
  • Xenophobie – „Fremdenangst“, „Fremdenfeindlichkeit“.
  • subtil – „fein strukturiert“, „unterschwellig“, „präzise/bis ins detail geplant“.
  • pragmatisch – „sachbezogen“
  • dekadent – „ausschweifend“, „verschwenderisch“, „im kulturellen Niedergang begriffen“
  • dito – „ebenfalls“, „gleichfalls“
  • rudimentär – „unzureichend“, „unvollkommen“, „nur ansatzweise“
  • obsolet – „veraltet“, „überholt“
  • ambivalent – „zwiespältig“, „doppeldeutig“
  • extrovertiert – „nach außen gerichtet“, „aufgeschlossen“
  • redundant – „mehrfach vorhanden“, „überzählig“
  • per se – „von selbst“, „für sich“
  • kognitiv – „das Denken, Verstehen oder Wissen betreffend“
  • subsidiär – „unterstützend“, „behelfsmäßig“
  • eloquent – „sprachgewandt“
  • Konnotation – „Nebenbedeutung“, „Beiklang

Kein Tag an dem man nicht mit Fremdwörtern konfrontiert wird. Kaum ein Tag an dem nicht ein Neues dazu kommt. Blieb es früher den Behörden vorbehalten, uns mit Worten, die wir erst im Duden nachschlagen mussten zu bombardieren, scheint es heute zum Alltag zu gehören. Da sollte es einen doch nicht wundern das sich Menschen kaum noch verstehen. Ohne Google, das den Duden größtenteils abgelöst hat, versteht kaum ein Normalbürger Briefe, die ihm von Behörden geschickt werden. Ein Formular auszufüllen ohne Rechtsbeistand ist beinahe unmöglich und grenzt nahezu an Fahrlässigkeit.

Erst kürzlich hörte ich von einer Anwältin für Soziales und Arbeitsrecht, dass sie sich drei Wochen mit einem Antrag für Hartz IV auseinandersetzen musste um ihn zu verstehen. Der Antragsteller soll diesen innerhalb kürzester Zeit ausfüllen. Man wird aber „netterweise“ vor der Unterschrift darauf hingewiesen, dass falsche Angaben Sanktionen, sprich Strafe, nach sich ziehen. Ein Schelm der böses dabei denkt.

Da es in solchen Anträgen aber immer auch um ein menschliches Schicksal geht, wäre es meiner Meinung nach Zeit diese, typisch Deutsche Bürokratie, endlich zu überarbeiten.

Aber nicht nur bei Behörden auch im täglichen Gesprächen werden wir mit Worten überschüttet die wir, zumindest nicht sofort, erkennen. Warum müssen immer mehr Fremdwörter benutzt  bzw. deutsche Worte in eine andere Sprache verwandelt werden. Bei Worten wie Computer zum Beispiel ist das noch völlig ok. Aber warum wird ein Lied nicht weiterhin Lied genannt sondern als Song bezeichnet? Warum heißt es  „Servicepoint“ und nicht Auskunft? Warum heißt es „Cash“ und nicht Bargeld? Warum heißt es nicht Gedankenaustausch statt “ Brainstorming“?  „All Age“ heißt es bei Filmen und Büchern und weisen darauf hin, das sie „für alle Altersgruppen“ geeignet sind. „Anti-Aging,“ ein Begriff der in der Kosmetikindustrie geläufig geworden ist und „nicht alternd“ heißt. Was dieses „Anti-Aging“ allerdings im Zusammenhang mit Bier aussagen soll entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht, „Lieber saufen als laufen?“

Die Aufzählung könnte ich endlos fortführen doch ich weiß nicht ob es noch Computer geben wird sollte ich jemals damit fertig werden.

Es sind bei weitem nicht nur unsere älteren Mitbürger die sich mit dieser „SPRACHE“  nicht anfreunden können. Auch immer mehr jüngere haben ihre Schwierigkeiten damit. Selbst Studenten tun sich manchmal schwer , siehe oben.

So schließe ich meinen heutigen Beitrag mit einem Satz aus dem Lied Denglisch der Gruppe Wise Gays, zu Deutsch Klugscheißer oder Besserwisser

Oh Herr gib mir meine Sprache wieder