November 9

Donald Trump, Präsident der USA.

Sehr zögernd und widerwillig hat die Tastatur meines Laptops reagiert als sie  „Donald Trump, Präsident der USA“ schreiben soll. Doch auch sie musste sich, wie wir alle, fügen. Es ist eingetroffen was kaum einer für möglich gehalten hat. Selbst die Institute lagen noch nie so sehr daneben mit ihren Vorhersagen. Es ist ein Schock und doch unumstößlich.

Donald Trump wird der 45. Präsident der USA sein.

Ende Januar 2017 wird er ins Weisse Haus einziehen.

Ein Präsident der Minderheiten öffentlich beschimpft und im Falle der Latinos gar als Verbrecher und Vergewaltiger betitelt. Einer der eine Mauer zur Grenze Mexikos errichten lassen will. Der am liebsten jedem Kind zur Geburt schon eine Waffe in die Wiege legen würde. Einer der Amerika abschotten will gegen die restliche Welt. Der gegen die Freihandelsabkommen wettert. All das ist so unvorstellbar und doch ist es eingetroffen.

Der 9. November war bisher ein Datum der für Deutschland oft ein Schicksalstag war.

Er markiert den Beginn der ersten deutschen Republik, den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung und den Fall der Berliner Mauer.

Jetzt auch ein Schicksalstag für die USA?

Was wird jetzt passieren? So wie Trump im Wahlkampf aufgetreten ist, kann er sich als Präsident nicht benehmen, das steht fest. Zumindest nach außen muss er an seinem Betragen ganz dringend arbeiten. Denn so wie er bisher auftrat wird er „SEIN“ Amerika in der Welt blamieren. Als poltender und pöbelnder Rassist und Sexist. Als einer der Minderheiten diskriminiert. Als einer der öffentlich fragt warum die USA noch nicht die Atombombe eingesetzt hat. All das trägt dazu bei, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen denkt man an die Zukunft Amerikas und die Zukunft der Welt.

Was geht in Menschen vor die jemanden, der offen seinen Hass auf anders denkende ausspricht zu wählen? Es ist unbegreiflich.

Wir können nur abwarten und hoffen.

Hoffen, dass er an eine unsichtbare Leine genommen wird. Hoffen, dass er nur spielen und nicht beißen will. Hoffen, dass der Hass den er im Wahlkampf verbreitet hat nur Taktik war.

Fest steht, dass der Schock groß ist. In Amerika und in der Welt.

Doch sollten wir uns hier in Deutschland vorsehen zu fragen wie die Amerikaner so wählen konnten. Hier, wo eine Partei wie die AfD in einigen Landtagen eingezogen ist. Teilweise mit bis zu 15%

Fest steht, die Welt erlebt einen Wandel.

Was diese Wahl in den USA für Auswirkungen auf die nächsten Wahlen in Europa, sprich Frankreich, den Niederlanden und Deutschland haben wird, bleibt abzuwarten.

Wir müssen darauf hoffen, dass die Wahlkämpfe nicht so schmutzig, respektlos und hasserfüllt ausgetragen werden wie der letzte in Amerika. Der Boden dafür ist durch die rechten Parteien auf jeden Fall schon bestellt. Die sogenannten etablierten Parteien müssen Sorge dafür tragen, dass es hart aber fair und sauber ablaufen wird. Nicht alles was aus der USA kommt ist gut und muss übernommen werden. Aber vielleicht macht Trump sein Versprechen ja wahr und fechtet die Wahl an. Ach ne, das wollte er ja nur wenn er verliert. Aufschlussreich wie sehr der neue Präsident die Meinung der Wähler respektiert. Natürlich nur solange sie zu seinen Gunsten stimmen.

Besonnen bleiben, Ruhe bewahren und abwarten. Auch wenn es schwer fällt. Mehr bleibt uns im Moment nicht.

 

 

 




Veröffentlicht9. November 2016 von Mija in Kategorie "Was zum diskutieren", "Was zum nachdenken

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