Dezember 29

Ein Jahr geht

Das Jahr 2016 geht. Ein sehr emotionales Jahr. Kaum jemand wird ihm hinterher weinen. Zu viel Trauriges hat es uns gebracht.

Zu viel Krieg

Zu viel Terror

Zu viel Gewalt

Zu viel Hass

Zu viel Gleichgültigkeit

Zu viel Gefühllosigkeit

Zu viel Trauer

Zu viel von all jenen Gefühlen, die ein Leere hinterlassen im Magen und im Herzen.

Hunderte starben durch Terror, Tausende starben im Bombenhagel, abertausende an Hunger. Eines haben diese Toten gemein, sie starben alle durch Gefühlskälte, Hass und Gleichgültigkeit. Und noch eins haben sie gemein, ihr Tod war so unendlich sinnlos. Auch diejenigen die Bomben schickten gehören, obwohl sie noch leben, zu den Toten. Sie haben ihre Herzen abgegeben. Für Macht und für Geld. Nun haben sie dort, wo einst ihr Herz war, ein Loch. Ein Loch, das niemand jemals wieder zu füllen in der Lage sein wird. Und ohne Herz kann man nun mal nicht leben.

Was haben die Eroberer nun von einer Stadt die sie eingenommen haben?

Die Stadt ist zerstört und ihre Bewohner, die diese Stadt zum Leben erweckt haben, sind tot oder geflohen. Was nutzen den Eroberern ihre Paläste aus Gold und Marmor? Auch noch so viele Kamine werden diese Räume jemals erwärmen. Die Kälte, die dort herrscht, kommt aus dem inneren der Menschen die hier wohnen. Sie kommt direkt aus dem Loch in dem einmal ihr Herz seinen Platz hatte.

Was haben die Menschen noch, nun da sie über das Jahr Hass, Angst und Zwietracht gesät haben?

Mehr als eine Leere kann doch nicht ihnen sein. So viel Hass und Angst wurde verbreitet. Was ist ihnen geblieben, außer die zweifelhafte Genugtuung Menschen verunsichert, verängstigt und entzweit zu haben? Sie haben den Hass, der vorher im Untergrund vor sich hin köchelte, entfacht. Es ist (noch) kein Flächenbrand aber es sind viele Feuerlohen entstanden.

Doch eines hat dieses Jahr 2016 auch gebracht.

Viel Zusammenhalt

Viel Menschlichkeit

Viel Hilfsbereitschaft

Viel Solidarität

Viel Herzlichkeit

Viel Miteinander

Viel jetzt erst Recht

Doch was haben die Menschen, die diese Gefühle mit anderen geteilt haben nun davon?

Sie spüren dieses beglückende Gefühl, das jeder kennt, der anderen Menschen schon einmal, auf welche Weise auch immer, geholfen hat. Es kann ihre Einsamkeit auslöschen und lässt sie Neues erfahren. Sie spüren eine tiefe Wärme in sich, wie sie eine Tasse Tee verursachen kann an kalten Tagen. Nur diese Art Wärme hält an. Sie vergeht nicht.

Bewahren wir uns also die Gedanken an dass, was das Jahr uns an schönes gebracht hat. Vergessen wir aber auch nicht, was bedrückend war und hässlich. Denn nur wenn wir das Böse nicht vergessen, werden wir weiter darum kämpfen können das Gute zu erhalten.

Kommen Sie gut ins Jahr 2017. Helfen wir ALLE mit, das es ein schönes Jahr wird. Versuchen wir gemeinsam unsere Welt ein bisschen besser zu machen.




Veröffentlicht29. Dezember 2016 von Mija in Kategorie "Was zum nachdenken

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