Januar 3

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte. Prügelknaben der Nation ?!?

Es sollte kein zweites 2015/2016 in Köln geben. Die Menschen sollten friedlich in das neue Jahr feiern. Darüber waren sich alle einig. Nicht zuletzt Dank der Polizei, die mit 1500 Beamten vor Ort Präsenz zeigte, blieb es dann auch überwiegend ruhig. Dass die Beamten trotzdem genug zu tun hatten, kann man in diverser Berichten nachlesen. Ich möchte hier auch keinen Polizeibericht schreiben, sondern diese Silvesternacht als Anlass nehmen, einen Bericht über den Umgang mit der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungskräften im Allgemeinen zu verfassen.

Wir alle fordern von unseren Ordnungs – und Rettungskräften, das sie jederzeit und überall für uns da sind. Uns beschützen, Feuer zu löschen oder uns ins Krankenhaus bringen wenn es sein muss. Aber wie gehen wir teilweise mit ihnen um? Den Respekt, den man früher beispielsweise noch vor einem Polizisten hatte, sucht man heute oft vergebens. Selbst gegenüber der Feuerwehr und den Besatzungen der Rettungswagen wird mittlerweile so oft mit Gewalt agiert, dass man sich fragt was aus unserer Welt geworden ist.

Nahezu täglich liest man von Übergriffen wie den folgenden:

  • In Duisburg wir die Feuerwehr mit Böllern angegriffen.
  • Eine junge Feuerwehrfrau wird im Gesicht verletzt als ein 16-jähriger eine Flasche durch das Fenster des Einsatzfahrzeuges wirft.
  • Eine Diebin wird von einem Polizisten bis zu einem Imbiss verfolgt. Dort wird er von einem Unbeteiligten mehrmals gegen den Kopf geschlagen.
  • Mit einer Axt bedroht wurden Rettungskräfte von einem Mann der nicht in ein Pflegeheim wollte.

Quelle:http://www.retter.tv/

Das ist nur ein kleiner Auszug von dem was in den letzten Tagen des alten Jahres passiert ist. Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade den Menschen, die uns helfen wollen wenn wir in Gefahr oder Not sind, so übel mitgespielt wird.

Was ging wohl in den Leuten vor, die neben einer Feuerwehrwache Silvester feierten und ihre Raketen und Böller ausgerechnet in der Zufahrt der Feuerwehr loslassen mussten? Als es dann zu einem Alarm kam, konnten die Einsatzfahrzeuge nicht passieren. Die Feuerwehrleute wurden sogar von den Feiernden körperlich attackiert. Hilfe kam von einigen freiwilligen Feuerwehrleuten die in der Nähe feierten. Diese bezahlten ihren Mut mit ausgeschlagenen Zähnen und Knochenbrüchen. Auf einem der Helfer wurde noch eingetreten als dieser bereits auf dem Boden lag. Ein Schläger soll sogar geäußert haben, er wäre ja noch nicht tot.

Wie verroht sind viele eigentlich geworden? Da muss ich auch nicht die Gründe kennen. Ob es bei einigen an ihrer schlimmen Kindheit lag oder ob sie schlicht betrunken waren. Das alles ist weder eine Entschuldigung und schon gar keine Rechtfertigung. Unsere Helfer müssen geschützt werden. Von der Regierung und von jeden einzelnen von uns. Jeder wird mindestens einmal im seinem Leben einen dieser Menschen benötigen. Sei es weil seine Wohnung brennt, er überfallen wird oder weil er so krank wird, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden muss.

Jeden Tag setzen uns fremde Menschen ihre Gesundheit und sogar ihr Leben aufs Spiel nur um uns zu helfen. Sollten sie uns dann nicht wenigstens soviel wert sein, dass wir ihnen beistehen gegen diese Verrückten, die meinen, mit verbaler oder körperlicher Gewalt agieren zu müssen? Ich meine ja.

 

 




Veröffentlicht3. Januar 2017 von Mija in Kategorie "Was zum nachdenken

2 COMMENTS :

  1. By Karin on

    Danke für diesen Beitrag und danke an alle die für uns Rund um die Uhr da sind.

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    1. By Mija (Beitrag Autor)on

      Danke für Ihren Kommentar. Wir können den Menschen die immer für uns da sind gar nicht genug danken.

      Antworten

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