Januar 12

Strafen in Deutschland

Nahezu täglich hören oder lesen wir von Verbrechen in Deutschland. Diebstahl, Raub, Körperverletzung und auch Mord. Als wären diese Verbrechen nicht schlimm genug, müssen wir uns auch sehr oft über die laschen Strafen ärgern die über die Täter verhängt werden.

Natürlich müssen die Gerichte sich nach dem Strafgesetzbuch richten und das ist sehr kompliziert. Auch müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden. Das alles mag richtig und gut durchdacht sein doch es gibt einfach Straftaten, die nach der höchstmöglichen Bestrafung verlangen. Aber in Deutschland wird in vielen Fällen das unterste Strafmaß angesetzt. Leider wird sehr oft, durch taktieren eines guten Anwaltes, der Täter zum Opfer gemacht.

Viele wollen höhere Strafe und fordern deswegen strengere Gesetze. Meiner Meinung nach reichen die vom Gesetzgeber ausgearbeiteten Strafen völlig aus. Sie sollten nur öfter mal ausgesprochen werden. Die sogenannten Bewährungsstrafen verfehlen schlicht ihr Ziel. Er erinnert mich an den berühmten Spruch „Ich zähle bis drei“ mit dem Eltern ihre Kinder erziehen wollen. Er bewirkt auch nichts falls nach drei einfach weitergezählt wird.

Generell sind Bewährungsstrafen nicht verkehrt. Aber sie dürfen auch nur als Bewährung angesehen werden. Man sollte sie allerdings mit mehr Fingerspitzengefühl aussprechen. Während sie bei einfachem Diebstahl noch vertretbar sind, werden sie bei Gewaltverbrechen zum Hohn und sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer und deren Angehörigen. In solchen Fällen sind Bewährungsstrafen eine Frechheit. Bei Totschlag, Mord, Körperverletzung oder Vergewaltigung muss die Strafe so ausgelegt sein, dass sie das Wort verdient und vielleicht abschreckend wirkt. Nutzt jemand diese nicht, darf er beim nächsten Vergehen nicht wieder eine Bewährung bekommen. Unabhängig davon ob die erneute Tat die gleiche war wie die erste.

Wie erklärt man Kindern, die missbraucht wurden, das der Täter nicht ins Gefängnis kommt, sondern nach einem Klaps auf die Finger und der Aufforderung es nie wieder zu tun, in Freiheit bleibt.
Wie soll man einem Angehörigen sagen, der ein Familienmitglied durch einen Mord verloren hat? Denn die Familie muss ihr ganzen Leben unter dieser Tat leiden. Die Täter bekommen, wenn überhaupt, lebenslänglich.
Was soll man jemanden sagen, der zusammengeschlagen wurde und dadurch vielleicht an den Rollstuhl gefesselt bleibt?
Wie soll sich eine Frau fühlen die Vergewaltigt wurde, wenn vor Gericht wichtig ist mit wie vielen Männern sie schon geschlafen hat, wie eng ihr Oberteil oder wie kurz ihr Rock war, während der Vergewaltiger lässig auf der Anklagebank sitzt.
Selbst die Strafe >lebenslänglich<, sollte sie denn mal ausgesprochen werden, hält nicht was sie verspricht. Lebenslang sollte auch Lebenslang sein und nicht spätestens nach 15 Jahren enden.

Viel zu oft wird die „schlimme Kindheit“ der Täter zum Anlass genommen milde walten zu lassen. Sorry, es gibt viele Menschen deren Kindheit alles andere als glücklich verlief. Die wenigsten werden deswegen zu Gewalttätern. Auch die sogenannten >Killerspiele< sind für mich keine Entschuldigung. Ersten gab es diese früher auch nicht, Mord und Totschlag dafür schon immer. Zweitens spielen unglaublich viele diese Spiele und kaum einer von ihnen wird zum Amokläufer.

Hören wir auf immer und immer wieder nach Entschuldigungen zu suchen und die Gerichte sollen nicht die Täter als Opfer hinstellen die von einer >bösen< Gesellschaft zu ihren Taten getrieben wurden. Sehr gerne wird von den Anwälten vorgebracht, dass der Täter krank sei. Ich denke darin sind wir uns alle einig. Einer der im Kopf gesund ist begeht keine Gewalttat. Aber das ist kein Grund diese Person wieder auf die Gesellschaft los zulassen. Sollte jemand so krank sein, das er nicht anders handeln konnte, gehört er in eine geschlossene psychiatrische Klinik, die ihn behandeln kann. Falls er oder sie die Krankheit tatsächlich ausgestanden hat muss er danach seine eigentliche Gefängnisstrafe verbüßen. Kein Täter kann etwas dazu das er krank ist, die Opfer aber noch weniger.




Veröffentlicht12. Januar 2017 von Mija in Kategorie "Was zum diskutieren", "Was zum nachdenken

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