Oktober 20

WebDays 2016 – Jugendliche äußern ihre Meinung

Foto: WAZ Jürgen Theobald

 

Was sind die WebDays?

„WebDays“ ist ein Projekt der IJAB (Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der BRD e.v.), dessen Vorreiter „Watch your Web“ im vergangenen Jahr erstmalig stattfand.
Zu diesem Projekt konnten sich deutschlandweit Jugendliche zwischen 15 und 21  anmelden. 62 Teilnehmer wurden aus der Vielzahl der Anmeldungen ausgesucht und nach Berlin in das Pegasushostel eingeladen. Vom 14.10.2016 bis zum 16.10.2016 sollte ein erlebnisreiches Wochenende in statt finden. Den Teilnehmern wurde die Aufgabe gestellt,  in vier verschiedenen Kursen, Big Data + Netzpolitik; Verbaucherschutz; Datenschutz + Datensicherheit und Medienkompetenz + Medienbildung, Forderungen an die Bundesregierung zu erarbeiten. Außerdem sollten sie gemeinsam mit Politikern und Größen der Sozial Medien  diskutieren. Man erwartete unter anderem den Minister für Justiz und Verbraucherschutz Heiko Maas, und den YouTuber, Rayk Anders.

 

Projektpartner waren:

klicksafe.de, die Verbraucherzentrale NRW, iRigths lab, die bpb, Think Big, Chaos macht Schule, die Servicestelle Jugendbeteiligung und Juuuport.

Finanziert wurde die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz.

 

Mein persönlicher Bericht 

Vor einigen Wochen bekam ich von meinem Pfadfinderleiter einen Link, der mich zum Anmeldeformular der WebDays 2016 führte. Er erzählte mir von den WebDays und ich meldete mich direkt an. Große Chancen rechnete ich mir nicht aus, da sich wahrscheinlich viele Jugendliche für diese Veranstaltung interessieren würden.

Einige Tage später kam jedoch bekam ich eine E-Mail, in der meine Anmeldung bestätigt wurde. Es war also offiziell, ich würde für ein ganzes Wochenende nach Berlin fahren. Die Vorfreude wuchs mit jeder  E-Mail, die vom Veranstalter kam und Details zur Veranstaltung beinhaltete. Unter anderem wurde mir das Programm der Veranstaltung gemailt. Auch der Spaß sollte natürlich nicht fehlen, so kam auch eine Email, in der man mich bat einige meiner Lieblingssongs in eine Spotifyplaylist einzufügen damit diese auf der Abschlussparty gespielt werden können. Außerdem wurde eine Facebookgruppe und ein Snapchataccount erstellt. Ich war mir sicher, dass es ein geniales Wochenende werden würde.

Tag 1

Am Freitag den 14.10.2016 ging es also los.

Schon um 7:03 Uhr fuhr mein Zug. Glücklicherweise musste ich nicht alleine fahren, ein Freund von mir wurde auch angenommen und wir haben uns zuvor mit anderen Teilnehmern abgesprochen, welche den gleichen Zug nehmen wollten. So waren wir dann ein fröhliches Quartett das in Berlin ankam . Dort trafen wir am Hauptbahnhof auf zwei weitere Teilnehmer. Zusammen fuhren wir nun zum Hostel. Dass dabei eine eine Rundfahrt durch Berlin raus kam lag mehr daran, das wir uns verfahren haben.

Bei der Anmeldung bekam jeder einen Jutebeutel mit Goodies und ein Namensschild. Außerdem erhielt ich die Nachricht, dass der Kurs Urheberrecht + Cybermobbing, für den ich gemeldet war, leider nicht stattfinden konnte, da die für den Kurs zuständige Leiterin erkrankt war. Als Alternative trug ich mich in den Kurs Medienkompetenz + Medienbildung ein.
Zunächst aber ging es zum Mittagessen. Danach zu einer Begrüßungsveranstaltung, bei der wir von den einzelnen Organisationen begrüßt wurden. Weitere Details wurden verkündet. Der CCC und live zeigte uns, wie leicht man unsere Handys und PC´s  hacken kann.

Anschließend spielten wir zum kennen lernen und Auflockerung ein kleines Spiel. Danach verteilten wir uns in die verschiedene Kurse.

Wir sollten als erstes gemeinsam unsere Meinungen zu den einzelnen Themen unserer Kurse erarbeiten. Dabei lernten wir uns alle noch besser kennen. Gegen 18:30 Uhr gab es Abendbrot und anschließend ging es weiter mit den Kursen. Um 20:30 Uhr war der offizielle Teil dann vorbei und es gab eine Cryptoparty sowie die Möglichkeit, Berlin auf eigene Faust zu erforschen.

Tag 2
Der Samstag startete um 8:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach besuchten wir unsere Kurse. Hier sollten wir unsere Forderungen, gemäß unseren Kursen, an die Bundesregierung und Heiko Maas formulieren. Um 10:00 Uhr begaben wir uns mit hohen Erwartungen in den großen Konferenzsaal um mit unserem Bundesjustizminister,Heiko Maas zu diskutieren. Leider erreichte uns nach einer viertel Stunde die Nachricht, dass Herr Maas nicht erscheinen könne, da sein Flug gecancelt worden sei. So mussten wir uns damit zufriedengeben, ohne ihn über unsere Themen zu diskutieren. Bis zum Mittagessen arbeiteten wir weiter in unseren jeweiligen Kursen.

Es folgte eine Informationsveranstaltung zum IT-Gipfel, an dem acht von uns teilnehmen dürfen.

Der nächste Punkt bestand aus zwei Impulsvorträgen. Einer zum Thema Cybermobbing, der andere zum Thema Online-Partizipation. Anschließend durften wir uns selbst in Gruppen einteilen, in denen wir am nächsten Tag ein eigenes Projekt planen sollten.
Zur Auflockerung und zur Freude aller, spielten wir danach  „Auf der Jagd nach Mr. X“, bei dem es quer durch Berlin ging. Nach unserer Rückkehr zum Hostel gab es Abendbrot und anschließend eine Abschlussparty mit verschiedenen Aktionen. Unter anderem eine Fotobox und das Ausprobieren von Makey-Makey, das es auch gleich zu gewinnen gab.

Tag 3
Der letzte Tag begann wie der Samstag.

8 Uhr Frühstück, anschließend ging es in die Projektgruppen. In meiner Gruppe sollten wir einen YouTube-Channel und einen Blog planen.  Beim Namen des Blogs einigten wir uns auf  „You(th)can“. Hier soll Jugendlichen und Interessierten die Möglichkeit geboten werden zu diskutieren und ihre Meinung zu aktuellen Themen zu äußern. 

Nach dem Mittagessen stellten wir unsere Projekte vor und stimmten anschließend ab, welches Projekt gewonnen hatte.

Der letzte Programmpunkt des Wochenendes war eine Podiumsdiskusion mit Saskia Esken (SPD), Dagmar Hartge (Datenschutzbeauftragte Brandenburg), Falk Grabsch (nexus & CCC), einem Vertreter des Referats für Verbraucherschutz und dem YouTuber Rayk Anders.

Nach der Verabschiedung fuhren wir zu viert wieder nach Hause. Es war ein lohnendes Wochenende, an dem wir viel Neues erfahren haben und sogar die ein oder andere Freundschaft geschlossen wurde. Einige von uns werden über Social Media in Kontakt bleiben.
Ich hoffe, dass dieses Projekt auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Denn ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Wochenende eine super Erfahrung für mich war, die ich nicht missen möchte. Im Gegenteil, ich wünsche mir mehr davon und bin dankbar dabei gewesen zu sein.

Auch die WAZ berichtet über dieses Wochenende.

 

 




Veröffentlicht20. Oktober 2016 von Michelle Worien in Kategorie "Was zum lernen

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